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In diesen Tagen weckt die Crew rund um Projektleiter Patrick Manz die Baustelle für ein Wasserkraftwerk im Lötschental aus dem Winterschlaf. Dieses entsteht bis im Sommer 2021 zwischen Wiler und Kippel. Es deckt den Strombedarf von rund 2’800 Haushalten mit einheimischer Energie. Patrick Manz erklärt, wie es weitergeht und welche Rolle Lawinen dabei spielen.

 

Patrick Manz

Patrick Manz, die Bauarbeiten am Wasserkraftwerk Wiler-Kippel können nach der Winterpause nun wiederaufgenommen werden. Warum können Sie im Winter nicht weiterarbeiten?

Die Baustelle liegt auf knapp 1’400 m.ü.M., da liegt im Winter Schnee. Zudem befindet sich die Standorte der Wasserfassung und der Zentrale sowie Teile des Druckleitungstrassees im Gefahrenperimeter von Lawinen. Die Risiken wären viel zu hoch.

Gab es vor der Winterpause spezielle Vorkehrungen, die Sie treffen mussten?

Wir haben den Bauablauf so festgelegt, dass die Rohbauetappen vor Wintereinbruch abgeschlossen sind. Anschliessend wurde die Baustelle winterfest und möglichst lawinensicher gemacht. Im Februar und März liessen wir Lawinen im Gefahrenbereich der Wasserfassung teilweise künstlich auslösen, um das Risiko eines Lawinenniedergangs bei Arbeitsaufnahme zu minimieren. Während der gesamten Bauzeit werden wir zur Überwachung von Naturgefahren von lokalen Spezialisten tatkräftig unterstützt.

Wie geht es nun weiter? Welche Arbeiten folgen in den nächsten Monaten?

Im Bereich der Wasserfassung oben in Wiler konzentrieren sich die Arbeiten auf die rechte Uferseite der Lonza mit Einlauf- und Entsanderbauwerk, so dass der gesamte Rohbau im Spätherbst weitgehend abgeschlossen ist. In Kippel beim Zentralengebäude starten wir nach dem Baugrubenaushub mit den Betonarbeiten. So ist im kommenden Jahr alles bereit für den Ausbau des Gebäudes und den anschliessenden Einbau der Maschine.

Weitere Infos zum Wasserkraftwerk Wiler-Kippel finden Sie hier.

Andreas Schmidt

Andreas Schmidt

Projektleiter Kommunikation