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Klimaneutral und nachwachsend: Holz-Pellets sind der Brennstoff der Zukunft. Die meisten stammen aus einer Fabrik am Jurasüdfuss, der AEK Pellets. 

Bevor man die Holz-Pellets Fabrik in Balsthal SO sieht, riecht man sie. Schon von weitem steigt einem der angenehme Geruch von Holz in die Nase. Kein Wunder: Die Anlage von AEK Pellets ist die grösste der Schweiz. 60’000 Tonnen Pellets werden in einem Jahr produziert. Damit kann man 12’000 Einfamilienhäuser heizen.

Die AEK Pellet AG unterstützt den Nordisch-Kombinierer Tim Hug

Beeindruckt ist auch der Nordisch-Kombinierer Tim Hug (30) aus dem nahen Gerlafingen SO. Er ist seit dieser Saison Botschafter von AEK Pellets und das ist kein Zufall. Hug studiert «Erneuerbare Energien» an der Hochschule in Rapperswil SG und meint: «Jetzt sehe ich einmal das, was wir in der Schule lernen.»

Was er in Balsthal sieht, ist eine beeindruckend grosse und vollautomatisierte Fabrik. Im Stundentakt liefern Camions Sägemehl an. «Das Holz kommt aus einem Umkreis von 100 Kilometern. Die Transportwege sind also kurz, das ist wichtig», sagt Bruno Jordi, Geschäftsführer von AEK Pellets, das zum Energie- und Infrastrukturunternehmen BKW gehört.

Holzenergie in ihrer konzentriertesten Form

Ein Teil des Sägemehls wird zuerst getrocknet – mit einer Holzheizung natürlich. Danach wird es gereinigt, mit kleinen Hämmern weiter zerkleinert und mit Maisstärke versetzt, das als Schmiermittel dient. Das aufbereitete Sägemehl kommt anschliessend in eine der drei Pressen. Damit das Mehl zusammenklebt, braucht es keine Chemie. «Weil das Holz 100 Grad heiss wird, löst sich Lignin, ein natürlicher Klebstoff im Holz», erklärt Jordi.

Mit der Verwandlung von Holz in Pellets erhält man Holzenergie in ihrer konzentriertesten Form. Gleichzeitig wird das Holz viel einfacher in der Handhabung und kann in vollautomatisierten Heizungen eingesetzt werden.

Energiewende einfach umgesetzt

In Balsthal SO ist damit die Energiewende bereits Realität. In der Fabrikhalle wurden früher Radiatoren für Öl- oder Kohle-Heizungen hergestellt. Heute entstehen umweltfreundliche Pellets. Holz wächst nach und ist klimaneutral. Denn das CO2, das bei der Verbrennung entsteht, hat der Baum zuvor aus der Luft entnommen. Und vor allem: «Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen, haben wir den Rohstoff Holz selber im Land», sagt Fabrik-Chef Jordi.

Das überzeugt auch Nordischkombinierer Tim Hug. «Umweltschutz liegt mir sehr am Herzen. So muss man in Anbetracht des Klimawandels unbedingt vorwärts machen mit den erneuerbaren Energien. Die AEK-Pellets sind ein gutes Beispiel dafür.»