Artikel teilen auf
Gregory Wüthrich

Im Jugendalter trat er 2010 seine Lehre als Kaufmann «Lehre & Sport» bei der BKW an. Acht Jahre später wird er mit dem BSC Young Boys Schweizer Meister. Das ist die Geschichte von Gregory Wüthrich und seiner Beziehung zur BKW, den Young Boys und Bern.

Während seinen Jahren bei der BKW wuchs Gregory Wüthrich nicht nur im Beruf sondern auch im Sport zum Profi heran. Bei unserem Wiedersehen fällt mir sofort auf: Er hat sich kaum verändert. Sein lockerer Gang, seine Freundlichkeit und seine ruhige Art sind dieselben geblieben. Das letzte Mal gratulierte ich ihm zum Lehrabschluss, heute gratuliere ich ihm zum Meistertitel mit YB.

BKW: Gregory Wüthrich, du bist seit vier Jahren Profifussballer bei den Young Boys. Hättest du das bei Lehrantritt im Sommer 2010 gedacht?

Gregory Wüthrich: Die Sportlerlehre begann ich natürlich mit dem Ziel, Fussballprofi zu werden. Aber klar: Damals spielte ich noch bei den Junioren und der Schritt zu den Profis war mein grösster Traum.

Nun hast du es geschafft und YB löscht endlich eine lange Durststrecke. Bist du stolz?

Ja, sehr. Ich bin Berner und seit der U12-Auswahl bei YB. In dieser Zeit konnte ich als Fan oder als Spieler keinen Titel feiern. Und nun stemmen wir den Pokal in die Höhe! Es ist ein tolles Geschenk für das Team, die Berner Fans und auch für mich.

Wann habt ihr verstanden, dass es dieses Jahr für den ganz grossen Wurf reicht?

Wir gingen als Leader in die Winterpause. Im Trainingslager war uns klar, dass ein guter Start die Entscheidung bringen würde. Im Februar sind wir mit vier Siegen gestartet und da wussten wir: Diesen Titel nimmt uns niemand mehr weg.

Fussballer, die die ganze Karriere im selben Verein verbringen, werden immer seltener. Willst du der nächste Marco Wölfli werden?

Bern ist meine Heimat. Ich bin hier aufgewachsen und es gefällt mir hier sehr. Die Karriere hier zu beenden, wäre ein Traum. Ein Traum wäre es aber auch, mal in Deutschland oder England spielen zu können. Man weiss halt nie, was kommt. Wichtig ist, dass ich regelmässig spielen kann.

Du hast den schweizerischen und den ghanaischen Pass. Könntest du dir vorstellen, bald für die Nationalmannschaft Ghanas zu spielen?

Bisher hatte ich noch kein Aufgebot der Nationalmannschaft. Die Schweizer Nati hätte aber natürlich Priorität. Hätte ich dort nie eine Chance, würde Ghana sicher auch in Frage kommen.

Wie erholst du dich in deiner Freizeit?

Ich bin gerne draussen und verbringe gerne Zeit mit Familie und Freunden in der Stadt. Vor allem jetzt, wo es so gut läuft, werde ich unterwegs manchmal auf die erfreulichen Resultate angesprochen. Die Berner sind echt cool und als YB-Profi lebt es sich in Bern sehr gut.

Zurück zur BKW: Wie bist du überhaupt zur BKW gestossen?

YB verlangt, dass alle in der Juniorenakademie nebst dem Sport auch einer Ausbildung nachgehen. Das ist wichtig und ich finde das toll. Als ich auf Lehrstellensuche war, gaben sie mir den Hinweis, dass ich mich bei der BKW bewerben könnte. Anschliessend führte eins zum anderen.

Kannst du die Lehre weiterempfehlen?

Auf jeden Fall! Eine Sportlerlehre bei der BKW war für mich genau das Richtige. Die BKW zeigte stets grosses Verständnis und unterstützte mich nicht nur beruflich, sondern auch sportlich. Als ich im letzten Lehrjahr in die erste Mannschaft kam, wurde mein Trainingsplan komplett durcheinandergewirbelt. Die Berufsbildnerin sass dann mit mir zusammen und wir gestalteten meinen Lehrplan so, dass ich mich auf Sport und Beruf optimal konzentrieren konnte. Die Lehre als Kaufmann bei der BKW ist für mich Gold wert.

Woran erinnerst du dich am liebsten?

Es waren vier schöne Jahre mit tollen Erlebnissen. Am besten gefiel mir, dass ich jedes Semester die Abteilung wechseln konnte und so Einsicht in verschiedene Tätigkeiten erhielt. Einmal war ich in der Organisation von Besucherführungen tätig. Da hatte ich Kontakt mit verschiedenen Personen. Es war sehr lehrreich. In der Buchhaltung hatte ich hingegen weniger Spass. (lacht)

Wann kommst du zurück zur BKW?

Auf einen Kaffee komme ich jederzeit zurück zu euch (lacht erneut). Ihr könnt mir ja einen Platz freihalten, wenn ich mit 36 meine Fussballschuhe an den Nagel hänge.

Berufslehre und Leistungssport

Die BKW bietet jedes Jahr eine Lehrstelle für Nachwuchstalente an. Dabei sorgt sie für optimale Voraussetzungen, damit das Talent die wöchentliche Belastung aus Training, Berufsschule und Arbeiten bewältigen kann.

www.bkw.ch/lehre

Antuan Pace

Antuan Pace

Kommunikationsmanager bei der BKW