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Als CEO eines Unter­nehmens ist es für mich Teil des Alltags, mich mit der Zukunft zu beschäftigen. Wie verändert sich unsere Gesellschaft? Welche Entwick­lungen passieren in der Welt? Und was ist uns Menschen heute und in Zukunft wichtig in unserem Leben? Viele jün­gere Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr bewusst abwägen, welche Pro­dukte bereits in der Herstel­lung ihren Werten entsprechen und mit welchen Dienstleis­tungen sie sich identifizieren können. Ihr Potenzial und die Leistungsbereitschaft schätze ich als sehr hoch ein – genauso wie ihre Anforderungen ans heutige Arbeitsumfeld. Ver­ändert hat sich, dass jüngeren Generationen der Sinn in ihrer Tätigkeit wichtiger ist, als dies früher der Fall war.

«Es braucht ein Umden­ken und neue Ansätze für die künftigen Generationen.»

Für ein Unternehmen wie die BKW, das schnell wächst in einem sich stark verändernden Umfeld, hat die Sinnfrage eine übergeordnete  Bedeutung. Wir haben das Privileg, dass wir gesellschaftlich wichtige Bereiche wie die Energieinfrastruktur oder die Infra­struktur im Allgemeinen mitgestalten können. Der Umgang mit unseren endlichen Ressourcen ist eines der Top­themen, die wir sogar auf globaler Ebene zu meistern haben. Mehr Wohlstand welt­weit führt zu mehr Verschleiss, hier braucht es ein Umden­ken und neue Ansätze für die künftigen Generationen. Mir persönlich ist es ein grosses Anliegen, Veränderungen nachhaltig mitzugestalten und heute die Weichen für eine lebenswerte Zukunft zu stellen.

«Die klassische Hierarchie hat in einigen Bereichen ausgedient.»

In der BKW wollen wir ein Umfeld bieten, in dem es für alle Generationen möglich ist, sich zu entwickeln. Viele Menschen wollen Verant­wortung übernehmen und Entscheidungen treffen. Die klassische Hierarchie hat in einigen Bereichen ausgedient. Dabei ergänzen sich ältere und jüngere Generationen sehr gut: Herkömmliche Werte wie Disziplin in der Umsetzung, Verantwortung und klare Zielvorgaben sind etwas, das ich aus meinem Erfahrungs­schatz an jüngere Generationen weitergeben kann. Was ich von ihnen gelernt habe, ist, dass sie Herausforderungen anders angehen: in vernetzter Zusammenarbeit und mit dem gemeinsam erarbeiteten Ergebnis im Vordergrund.

«Am Ende macht uns die Diversität erfolgreich.»

Teams finden zusammen und leisten hervorragende Arbeit, wenn sie sich auch zwischen­menschlich ergänzen und einander mit Respekt begeg­nen. Soft Skills sind sehr wich­tig geworden: Die komple­xen Aufgabenstellungen, vor die uns die Welt heute stellt, können kaum mehr alleine gelöst werden. Wir müssen auch loslassen können, ver­trauen und neue Wege gehen. Am Ende macht uns die Diversität erfolgreich: Wann setzen wir welche Fähigkeiten ein? Wo braucht es fundiertes Fachwissen und Disziplin, und an welcher Stelle sind mehr Kreativität und Innovations­geist gefragt? Mein Fazit: Es  ist sowohl beruflich als auch privat eine Bereicherung, wenn wir Herkunft und Zukunft verbinden!

 

Suzanne Thoma, CEO BKW