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Wenn Sie diese Kolumne lesen, hat sich unser Alltag wohl schon wieder etwas normalisiert. Die Schulen und Geschäfte sind wieder geöffnet. Und auch am Berner Viktoriaplatz, wo ich in meinem Büro im nur spärlich bevölkerten BKW Hauptsitz diese Zeilen schreibe, ist hoffentlich wieder mehr Leben eingekehrt als jetzt.

Auch wir spüren die Corona-Krise – und müssen im Frühling 2020 mehr Distanz wahren, als uns lieb ist. Wir alle stehen beruflich und privat vor Herausforderungen. Trotzdem erhält die BKW die kritische Infrastruktur, die sie betreibt, auch in diesen Wochen zuverlässig aufrecht. Unsere Kraftwerke kennen keinen Shutdown. Nun zahlt sich aus, dass wir die betriebliche Digitalisierung in den letzten Jahren konsequent vorangetrieben haben. Wir können sogar unsere Wind- und Wasserturbinen in den Kraftwerken rund um die Uhr von zu Hause aus per Laptop steuern.

Doch an vielen Orten brauchen wir die Menschen vor Ort: beim Rückbau des Kernkraftwerks. Für Reparaturen des Netzes bei Stromunterbrüchen. Im Stromhandel und bei der Integration von Sonnen- und Windenergie ins System. Oder auf den Baustellen und im Dienstleistungsgeschäft, wo der Grossteil der BKW Belegschaft arbeitet. Mit umsichtiger Personalplanung und mit zusätzlichen Schutzmassnahmen sorgen wir dafür, dass diese wichtigen Arbeiten weitergehen können.

Diese Stärke unseres internationalen Netzwerkes können wir, wenn die Corona-Krise vorüber ist, erst recht vollumfänglich nutzen.

In der Krise zeigt sich die Stärke unserer Unternehmensstrategie. Wir haben die Akquisitionen der letzten Jahre nicht zufällig getätigt, sondern wir haben die Firmen nach einer industriellen Logik ausgesucht. Und nun sehen wir, wie rasch unsere zahlreichen Tochtergesellschaften zu einem neuen Konzern zusammengewachsen sind – wie gut sie sich ergänzen, unterstützen und gegenseitig vorwärtsbringen. Diese Stärke unseres internationalen Netzwerkes können wir, wenn die Corona-Krise vorüber ist, erst recht vollumfänglich nutzen.

Die BKW Gruppe ist in der Lage, wirksame Lösungen für die Herausforderungen der globalen Gesellschaft von heute und morgen zu erarbeiten. Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel. Lösungen im Bereich der Urbanisierung und der Digitalisierung. Lösungen für eine lebenswerte Zukunft. Die BKW Gruppe verfügt über genügend Substanz, um die Corona-Krise ohne fremde Hilfe zu überstehen.

Wir setzen alles daran, dass wir den Schwung, den wir durch diese schwierige Situation ebenfalls erhalten, in die Zukunft mitnehmen und gestärkt aus der Krise herauskommen können.

Doch die Pandemie trifft auch uns auf die eine oder andere Art. Sie verlangt uns einiges ab. Alle sind gefordert, sowohl das Management wie auch die 10 000 Mitarbeitenden. Gemeinsam sind wir dieser Herausforderung gewachsen. Wir setzen alles daran, dass die BKW für unsere Kunden, Mitarbeitenden und die Gesellschaft als Ganzes stark bleibt. Sodass wir den Schwung, den wir durch diese schwierige Situation ebenfalls erhalten, in die Zukunft mitnehmen und gestärkt aus der Krise herauskommen können.

Die Gespräche mit den Mitarbeitenden sind wertvoller den je

Besonders in diesen ausserordentlichen Zeiten suche ich den Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen, die ich vor Ort treffe. Zum Beispiel in der fast menschenleeren Kantine, wenn ich mir meinen Morgenkaffee hole. Oder bei einem Besuch am Empfang. Was haben die Menschen zu erzählen? Und wie bereiten sie die «Zeit danach» vor? Die Gespräche mit den Mitarbeitenden sind wertvoller denn je.

Suzanne Thoma, CEO der BKW Gruppe

SI Gruen

SI Gruen

Beitrag aus dem Magazin SI Grün der Schweizer Illustrierten im Rahmen einer Zusammenarbeit der BKW mit Ringier / Article du magazine SI Grün de la Schweizer Illustrierte, dans le cadre d’une collaboration de BKW avec Ringier.