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Die Erkenntnis, dass ein Klimawandel stattfindet, und dass er grösstenteils von Menschen gemacht ist, setzt sich langsam durch.

Vielleicht ist es Ihnen wie mir ergangen. Der über eine lange Periode warme und trockene Sommer 2018 war wunderschön, aber er hatte auch etwas Beängstigendes. Da passiert etwas – und zwar nicht irgendwo, sondern direkt bei uns. Heute schon ist klar: Wir müssen uns künftig vermehrt auf aussergewöhnliche Trockenperioden und Wetterextreme einstellen.

Als innovative, technologisch orientierte Energie- und Infrastrukturdienstleisterin haben wir es uns zum Ziel gesetzt, unseren Beitrag zu leisten, um den Klimawandel und seine Auswirkungen soweit möglich einzudämmen. «Infrastrukturen für Lebensräume mit Zukunft» ist unsere Raison d’Être, also die Antwort auf die Frage, wozu es unser Unternehmen gibt. Ein Wozu, das über wirtschaftliche Gründe hinausgeht, diese aber selbstverständlich beinhaltet. Die Energieversorgung, die global noch weitgehend auf Öl und Kohle basiert, muss umgestellt werden, damit wir den CO2-Ausstoss endlich einschränken.

Dabei erhofft man sich wesentliche Beiträge durch die Umstellung auf Elektromobilität und durch den Aufbau von Wind-, Wasser- und Solarkraft für die Stromproduktion. Die klimatischen Bedingungen wirken sich auf die Gebäude und die Infrastrukturen aus. Städte mit Brücken, Flughäfen und Bahnhöfen müssen so geplant und gebaut werden, dass sie mit den zunehmenden Wetterextremen umgehen können. Die gesellschaftlichen Bedürfnisse wandeln sich: Immer mehr Menschen wünschen sich nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Es gibt schon heute gute Konzepte: Neue Häuser werden energieeffizient gebaut. Manch ein Haus gleicht einem kleinen Kraftwerk. Und in der Wasserversorgung werden wir laufend innovativer.

Generell gilt: Die Zusammenhänge – gerade in der CO2- Reduktion – sind oft komplexer, als man es sich wünschen würde. Elektromobilität braucht Strom aus erneuerbaren Quellen, um einen Beitrag zu leisten. Zum Beispiel Windenergie führt auch zu Eingriffen in die Natur. Und eine der grossen, offenen Fragen der Elektromobilität ist zudem das Recycling der Batterie. Um zu beurteilen, was wirklich zukunftsträchtig ist im Sinne der Nachhaltigkeit, führt kein Weg daran vorbei, den gesamten Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoss über die ganze Lebensdauer eines Produkts zu betrachten. Und die Frage nach der Gesamtrechnung sollten wir uns auch selber stellen: Gerade für uns Schweizer mit unserem hohen Lebensstandard eine Knacknuss.

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