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Haben Sie schon voller Vorfreude Ihre Skier aus dem Keller geholt? Ist Ihr Material bereit für die kommende Saison? Und wie steht’s um Ihre Fitness? Unsere Experten haben für Sie die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Dr. med. Walter O. Frey ist Ärztlicher Leiter Balgrist Move>Med, Sportmediziner und Chefarzt Swiss-Ski. Er betreut alle unsere alpinen
Ski-Cracks.

Wie bereite ich mich ideal auf die Skisaison vor?

An schönen Herbsttagen am besten mit Bergwanderungen. Wenn die Tage kürzer werden, rate ich zum täglichen Training auf dem Hometrainer. Ansonsten empfehlen sich die altbekannten Strecksprünge. Diese lassen sich leicht in den Alltag integrieren, indem man Treppen hochhüpft – am besten auf einem Bein.

Wie regeneriere ich mich nach einem Skitag am besten, damit ich am nächsten Tag keine Schmerzen habe?

Einerseits gilt es, die ermüdete Muskulatur gut zu bewegen, etwa mit Schwimmen oder lockerem Ausfahren auf dem Hometrainer. Auch eine Langlaufrunde auf der Nachtloipe kann sehr regenerativ wirken. Die ermüdeten und verkürzten Muskeln sollten zudem fein gedehnt werden.

Was raten Sie Menschen, die anfällig für Rücken- und Kniebeschwerden sind? Gar nicht Ski fahren?

Wer ein gesundheitliches Problem hat, für den gilt es umso mehr, sich optimal vorzubereiten. Sei dies mit Stabilisierungs- übungen im Rumpf- oder Beinachsenbereich oder durch gezielte Kräftigung der gelenkstützenden und -schützenden Muskulatur. Gutes Aufwärmen ist Pflicht, zudem sollte man sich nicht überfordern und die steilsten und eisigsten Hänge lieber meiden.


Viktor Waldispühl war Servicemann bei den erfolgreichen Skicross-Athleten Mike Schmid (Olympiasieger) und Alex Fiva (Gesamtweltcupsieger).

Worauf muss ich achten, wenn ich meine Ski selber wachse? Und wie oft sollte ich das tun?

Sie sollten unbedingt die Temperaturempfehlung des Wachsproduzenten beachten. Unter keinen Umständen darf das Wachs zu heiss sein. Idealerweise wachsen Sie Ihre Bretter nach jedem Skitag – spätestens aber, wenn sich der Belag weisslich verfärbt bzw. austrocknet.

Woran erkenne ich, dass es Zeit für neue Ski ist?

Die Vorspannung der Ski lässt von Jahr zu Jahr ein wenig nach. Das heisst, spätestens nach drei bis vier Jahren wird es Zeit, zu wechseln – jedenfalls bei häufigem Gebrauch. Für leidenschaftliche Fahrer lohnt es sich, mindestens ein- bis zweimal jährlich einen Skiservice durchzuführen, damit die Kanten aufgefrischt werden.

Welche Skilänge empfiehlt sich für welches Niveau?

Anfänger entscheiden sich idealerweise für einen Ski, der mindestens bis zur Brust und maximal bis zum Kinn reicht. Etwas fortgeschrittenere Fahrer können einen Ski wählen, der zwischen Kinn- und Nasenspitze endet. Bei sportlich guten Fahrern darf der Ski der Körpergrösse entsprechen oder sogar ein wenig darüber hinausgehen – die Länge ist sicher auch abhängig vom Modell.

Ivana Jazo

Ivana Jazo

Redaktorin Digital Communications bei der BKW und verantwortlich für den Unternehmensblog