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Die BKW engagiert sich für die Natur und leistet einen Beitrag zum Erhalt bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Ein Beispiel für dieses Engagement findet sich im Berner Seeland, in der Gemeinde Radelfingen, mit den Projekten Talmatt und Salzbach. Durch verschiedene ökologische Aufwertungsmassnahmen hat die BKW zusammen mit Projektpartnern einen wertvollen Lebensraum für gefährdete Arten geschaffen.

Der BKW Ökofonds fördert seit 17 Jahren die heimische Biodiversität. Bereits über 150 Projekte konnten seit der Gründung realisiert oder finanziell unterstützt werden. Möglich machen es die Kundinnen und Kunden, welche mit dem Bezug von naturemade star-zertifizierter Wasserkraft jeweils einen Rappen pro Kilowattstunde Strom in den Fonds einzahlen. Diese Fondsgelder werden ausschliesslich für die Umsetzung ökologischer Aufwertungsmassnahmen verwendet. Welchen Nutzen bringen solche Massnahmen und wer kann konkret davon profitieren?

Vorzeigeprojekte in Radelfingen

In der Gemeinde Radelfingen wurden kürzlich fast zeitgleich zwei Projekte abgeschlossen. Ein Projekt im Ortsteil Talmatt, das andere Projekt im Ortsteil Salzbach/Matterain. Beim Projekt in der Talmatt entstand rund um das Aareufer ein natürlicher Lebensraum mit Amphibienweihern. Auch die angrenzenden Hangwälder wurden aufgewertet. Und dank dem Projekt Salzbach/Matterain können die Fische neu auch von der Aare in den Salzbach schwimmen. Möglich macht es die neue Bachmündung, die flacher gestaltet wurde. Auch hier wurde ein grosser Amphibienweiher angelegt.

Die Bausumme der beiden Projekte beträgt 1.1 Millionen Franken. Diese Kosten werden gemeinsam durch Beiträge von Bund und Kanton, dem kantonalen Renaturierungsfonds und dem BKW Ökofonds getragen. Der BKW Ökofonds hat bei beiden Projekten mittels Vereinbarung mit der Gemeinde Radelfingen die Bauherrschaft übernommen.

Amphibien, Reptilien und Fische profitieren

Gemeinsam mit der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (KARCH) entstanden beim Projekt Talmatt neue Lebensräume für zwei gefährdete Amphibien: die Gelbbauchunke und den Laubfrosch. Mehrere Weiher und tümpelartige Vertiefungen im Flussbett bieten ihnen geeignete Rückzugsmöglichkeiten. Grosse Haufen aus Totholz sind ideale Verstecke für Ringelnattern – auch sie gehören zu den stark gefährdeten Lebewesen. Fische finden neue Laichplätze durch flachgebaute Uferbereiche, in denen das Wasser langsamer fliesst.

Vorzeigegemeinde, die sich dem Naturschutz verpflichtet

Die Gemeinde Radelfingen ist bezüglich Renaturierungsmassnahmen eine wahre Vorzeigegemeinde: Viele Tier- und Pflanzenarten, die zum Teil auf der roten Liste der bedrohten Tierarten in der Schweiz stehen, erhalten ihren überlebenswichtigen Lebensraum zurück, während der Mensch von Naherholungsgebieten profitiert. Wer sich auf einen Spaziergang durch die Gemeinde begibt, kann sich davon gleich selbst überzeugen. Es lohnt sich!

Nur zusammen sind wir stark

Damit solch umfassende Projekte erfolgreich umgesetzt werden können, braucht es ein gutes Miteinander der verschiedenen involvierten Personen und Gremien: Begonnen bei den Pächtern und Landeigentümern, welche ihr Land zur Verfügung stellen und offen sind für die Vorschläge des BKW Ökofonds, den regionalen und kantonalen Fachstellen und Ämtern, die die Projekte vorschriftsgemäss überprüfen und absegnen bis zu den Bauunternehmungen, die das Vorhaben in die Tat umsetzen. In Radelfingen war die Zusammenarbeit äusserst fruchtbar und: das Resultat kann sich sehen lassen.

Dominic Andrey

Dominic Andrey

Content Specialist Kommunikation