Sie machen leeren Handyakkus den Garaus: Mirko Hofmann und seine Kollegen haben einen Akkuleih-Service aufgezogen, der sich sehen lassen kann: An über 1’000 Standorten in der Schweiz kann man die Power Banks von Battere ausleihen. Für das Zermatt Unplugged hat sich das erfolgreiche Start-up aus Zürich mit der Festival-Sponsorin BKW zusammengetan – damit niemand wegen eines leeren Akkus die besten Konzertszenen zum Mitfilmen verpasst.

Mirko Hofmann, eure Battere Power Banks kann man mittlerweile in der ganzen Schweiz finden, ja an fast jedem Kiosk gibt es sie. Was bringt euch nun auch noch ans Zermatt Unplugged?

In Zermatt kann es bekanntlich kalt werden. Und gerade bei sehr kalten Temperaturen entleeren sich Handyakkus nochmals schneller als sonst. Und wer möchte schon bei einem Konzert mit einem leeren Akku dastehen? Deshalb haben wir uns mit der BKW zusammengetan. Beim Festival leiht die BKW unsere Battere-Akkus in ihrer Lounge an die Besucher aus. Und zwar gratis.

Ihr seid also nicht mit einem eigenen Stand vertreten? 

Mirko Hofmann, Mitgründer von Battere

Nein, diesmal nicht. Wir waren im Sommer 2017 mit unserem Angebot und einem eigenen Auftritt an allen grossen Schweizer Festivals vertreten. Das war ein tolles Projekt und hat uns grossen Spass gemacht. Doch solche Festivals sind sehr anstrengend. Umso erfreuter waren wir, als Alessia Genazzi, die Sponsoringmanagerin bei der BKW ist, uns von ihrer Idee für das Zermatt Unplugged erzählte. Es hat von Anfang an gepasst. Schliesslich sind die BKW und wir sozusagen im selben Business tätig: Wir versorgen Menschen mit Strom.

Und ihr macht das mittlerweile auch richtig erfolgreich. Wie seid ihr denn zu Battere gekommen?

Den Anfang hat mein Kollege und Mitgründer Andreas Brändle gemacht. An seinem früheren Arbeitsplatz störte er sich daran, dass die in seiner Computermaus verwendeten Einwegbatterien mit der Zeit unglaublich viel Müll produzierten. Kurzerhand startete er eine Initiative zur Abfallreduktion und konnte bewirken, dass für ihn und seine gesamte Abteilung wieder aufladbare Akkus beschafft wurden. Das war der Anfang. Daraus ergab sich dann ein Geschäft mit aufladbaren Akkus. Wir belieferten diverse Firmen damit, wie zum Beispiel Google oder Swiss Re.

Heute fokussiert sich euer Geschäft vor allem auf Privatpersonen. Wieso das?

Das B2B-Geschäft lief zwar gut, war jedoch mit relativ grossem Aufwand und verhältnismässig kleinem Ertrag verbunden. Daraufhin haben wir unsere Idee weiterentwickelt. Als Start-up muss man schliesslich am Ball bleiben und sich ständig weiterentwickeln.

Seid ihr also ein typisches Start-up?

Zu Beginn war es bei uns wie bei vielen anderen Start-ups auch. Man muss extrem viel investieren, sei es an Arbeitszeit oder an finanziellen Mitteln. Man arbeitet nicht gerade wenig und verdient dabei wenig bis gar nichts. Da ist ein grosses Mass an Überzeugung und Durchhaltevermögen gefragt. Mittlerweile sind wir schon 7 Festangestellte im Kernteam und insgesamt auf etwa 20 Mitarbeitende herangewachsen, die meisten in Teilzeit. Mit unseren Power Banks sind wir heute an über 1’000 Standorten in der ganzen Schweiz vertreten. Während wir zu Beginn noch auf Investoren angewiesen waren, können wir heute von Battere leben.

Die Power Banks von Battere

Am Anfang stand der Wunsch, nachhaltiger zu werden, Wegwerf-Batterien durch aufladbare Akkus zu ersetzen. Ist euch Nachhaltigkeit immer noch ein Anliegen?

Ja klar, wir achten auch weiterhin auf Nachhaltigkeit. Unsere Power Banks werden ausschliesslich mit Solarstrom geladen. Wir beziehen ausschliesslich zertifizierten Solarstrom und haben auf dem Dach bereits vorinstallierte Solarpanels. Der dort produzierte Strom wird ebenfalls ins Netz eingespeist und kann anschliessend wieder bezogen werden. Darüber hinaus verbrauchen unsere Akkus verhältnismässig wenig Strom. Ein Akku verfügt vollgeladen über 5’000 mAh (Milliampere-Stunden), was in etwa reicht, um ein Handy ein- bis zweimal voll aufzuladen. Zudem haben wir uns bewusst gegen den Verkauf von Akkus entschieden, obwohl dies eine viel einfachere Tätigkeit gewesen wäre. Wir möchten, dass die Produkte voll ausgelastet und im Sinne einer Sharing Economy weitergegeben werden können.

Eine Frage brennt mir noch auf der Zunge: Wie seid ihr zu eurem Logo gekommen?

Wenn ich mich richtig erinnere, hat dieses ein Freund von Andreas entworfen. Die Entstehung war eher zufällig als geplant. Das Logo wurde auch im Laufe der Jahre weiterentwickelt, aber am Schimpansen und an der einprägsamen Farbe haben wir stets festgehalten. Es bleibt einem im Gedächtnis, so viel steht fest.

Power Banks von Battere gratis am Zermatt Unplugged ausleihen

Die praktischen Handy-Akkus von Battere gibt es gratis zum Ausleihen in der BKW Lounge am Zermatt Unplugged. Und so funktioniert’s:

  1. Hol dir deinen Pocketcharger in der BKW-Lounge
  2. Hinterlasse ein Depot von 15 Franken
  3. Nimm den Pocketcharger mit und lade dein Handy unterwegs
  4. Bring den Pocketcharger zurück in die BKW-Lounge und erhalte dein Depot zurück. Wenn du den Charger etwas länger brauchst, kannst du ihn problemlos innerhalb einer Woche an einem der über 1’000 Standorte von k kiosk, Press & Books oder avec zurückbringen.

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Verena Klink

Verena Klink

Social Media Verantwortliche bei der BKW