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Am 28. Oktober stellen wir die Uhren wieder zurück. Die Zeitumstellung ist seit deren Einführung ein reges Diskussionsthema: Lohnt sich die Umstellung oder lohnt sie sich nicht?

Erstmals wurde die Sommerzeit in Deutschland 1916 während des ersten Weltkriegs eingeführt, um Energie einzusparen. Kurz darauf bekannten sich auch andere Länder zur Zeitumstellung. Einige sahen wieder davon ab und führten sie dann trotzdem wieder ein. Langer Rede kurzer Sinn: Die Schweiz kennt die Sommerzeit – wie sie heute jedes Jahr ansteht – ununterbrochen seit 1981. Wirklich geliebt, hat das Schweizer Volk die Zeitumstellung nie. Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Disziplinen wie Biologie, Medizin oder Psychologie äussern sich zum Thema kritisch: Lohnt sich die Umstellung, oder lohnt sie sich nicht? Auch die Frage, ob man durch die Zeitumstellung Energie einspart, kann nicht abschliessend beantwortet werden.

Wird die Zeitumstellung abgeschafft?

Gut möglich, dass die Zeitumstellung demnächst abgeschafft wird. Im vergangenen August kündigte der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker an, die Zeitumstellung abschaffen zu wollen. Trete diese Änderung in Kraft, würde wohl auch die Schweiz nachziehen. Eine Zeitinsel zu bleiben, wäre wirtschaftlich nicht vorteilhaft.

Sichere Methoden um Energie einzusparen

Simon Jakob
Leiter Beleuchtung

Lohnt sich die Umstellung oder lohnt sie sich nicht? Diese Frage haben wir auch Simon Jakob, Leiter Beleuchtung der BKW, gestellt: «Ob sich die Zeitumstellung auf den Energieverbrauch ausschlägt, wage auch ich zu bezweifeln. Wir setzen auf sichere Methoden, um im öffentlichen Raum unabhängig von der Zeitumstellung Energieeinsparungen zu erzielen.» Die Rede ist hier von intelligenter Strassenbeleuchtung. Leuchten, die sich einschalten, wann sie gebraucht werden und somit den Energieverbrauch und die Lichtverschmutzung reduzieren. «Gegenüber den alten Leuchten mit Quecksilberdampflampen kann mit dem Einsatz von LED-Leuchten mit Nachtabsenkung gut 60 Prozent der Energie eingespart werden. LED-Leuchten haben sich in den letzten Jahren im Bereich der öffentlichen Beleuchtung durchgesetzt und gelten heute als Standard.»

Die dynamische Lichtsteuerung reagiert auf Verkehr und Fussgänger.

«Die dynamische Lichtsteuerung ermöglicht gegenüber der Nachtabsenkung eine weitere durchschnittliche Energieeinsparung von 15-20%», vergleicht Simon Jakob. Der Entscheid der Gemeinden oder der Kantone sei oft nicht nur ein wirtschaftlicher, fügt er an: «Die dynamische Lichtsteuerung verbraucht bei nicht stark frequentieren Strassen am wenigsten Energie und dämmt dank Stand-by-Betrieb mit tiefem Dimmniveau auch die Lichtverschmutzumg am stärksten ein. Diese Leuchten sind heute aber noch teurer als jene mit autarker Nachtabsenkung.» Somit liegen der Entscheidung, welche LED-Leuchten zum Einsatz kommen, zwei Aspekte zugrunde, die man abwägen muss: Lege ich mehr Wert auf nachhaltige oder wirtschaftliche Aspekte? Am wichtigsten ist jedoch der Umstieg auf LED. Diese Umstellung lohnt sich, auf jeden Fall.

LED-Leuchten mit Nachtabsenkung (autark): Das Absenkprofil der Leuchten ist fest definiert und unabhängig vom Verkehr.
LED-Leuchten mit dynamischer Lichtsteuerung: Die Leuchten reagieren dank Sensoren auf Verkehr und Fussgänger. Licht wird erzeugt, wenn es benötigt wird.
LED-Leuchten mit Telemanagementsystem: Die Leuchten werden zentral verwaltet und kontrolliert. Somit können nach Bedarf Zeitpläne und Lichtniveau angepasst werden. Weiter können die digitalisierten Anlagen mit weiteren Funktionen, wie z.B. Sensoren für die Verkehrszählung, ausgerüstet werden.

 

Licht beeinflusst unser Leben. Es ist uns ein wichtiger Wegbegleiter in vielen Situationen. Die Beleuchtungslösungen der BKW erfüllen Ihre Wünsche nach Licht am richtigen Ort, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Menge und Intensität. Von der Planung über die Realisierung bis hin zur Instandhaltung und Dokumentation bieten wir alles aus einer Hand – fachgerecht und individualisiert.
www.bkw.ch/beleuchtung

Antuan Pace

Antuan Pace

Kommunikationsmanager bei der BKW