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Im Rahmen der kürzlich initiierten Startup-Initiative «Level-up» und in Zusammenarbeit mit dem Partner Venturelab lud die BKW vier Startups ein, ihre Lösungsideen zu «Smart Home Energy» zu präsentieren.

Felix Adamczyk zeigt während der Pitching-Session in der BKW seine zündende Idee.

Pedro Miranda von Younergy Solar Ltd., Lausanne, zeigte die Möglichkeit auf, ohne eigene Investition zu einer Solaranlage zu kommen. Dazu entwirft und installiert Younergy Photovoltaiksysteme auf den Dächern der Kunden. Als Entschädigung für die durch das System produzierte Elektrizität bezahlen die Kunden ein regelmässiges Solar-Abonnement an Younergy, das sich an der Menge des Stromes bemisst, den die Anlage produziert.

LEA (Live Energie Analyse) wurde von Matthias Wiget (Eturnity AG, Chur) präsentiert. Diese Analyse erlaubt Interessenten, schon vor der Kaufentscheidung die Effizienz und Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage zu beurteilen. LEA nutzt dazu die realen Umgebungs- und Gebäudedaten. Auf Wunsch erstellt LEA automatisch eine individuelle Offerte.

David Eberli, Smart-me AG, Rickenbach SZ, stellte eine ausbaufähige Echtzeit-Monitoring-Lösung für Elektrizität, Wärme, Gas oder Wasser vor. Alle Daten des selbst entwickelten Smart-me Meters werden in einer Cloud gespeichert, aufbereitet und visualisiert. Das Gerät nutzt das bestehende WiFi-Netzwerk und verbindet sich direkt mit der smart-me-Cloud. So sieht der Benutzer seinen Energieverbrauch in Echtzeit auf seinem Smartphone.

Felix Adamczyk von der Zürcher Smart Home Technology GmbH, einem Spin-off der ETH, verblüffte mit seinem Seesack. Statt einer Powerpoint-Präsentation zauberte er daraus diverse Produkte hervor, unter anderem ein Zero-Power-Standby-Modul. Sollte nämlich das Internet der Dinge, wo alles mit allem vernetzt ist, wahr werden, stelle sich die Frage nach der Energieversorgung der ‹Dinge›. Insgesamt komme ein grosser Standby-Energiebedarf zusammen, den man auf null reduzieren könne.

In anschliessenden Workshops mit den vier Jungunternehmen schauten die BKW Experten noch genauer hin, um eine mögliche Zusammenarbeit seriös zu bewerten. Das anschliessende Feedback war durchweg positiv. Sowohl von den BKW Mitarbeitenden als auch das der Startups, welche die BKW als sehr offen und kooperativ erlebt haben. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nun verarbeitet und nächste Schritte definiert.

Guy Hüsler

Guy Hüsler

Redaktor Digital Experience