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Susanne Weber arbeitet seit diesem Sommer als User Experience Designerin bei der BKW in Bern. Die gelernte Polygrafin hat sich weitergebildet und neu orientiert, weil sich ihr erlernter Beruf durch die Digitalisierung verändert. War es früher Print, so dominiert heute Online ihren Arbeitsalltag.

Wer sind Sie?

Ich bin Susanne Weber, 27 Jahre alt, und wohne seit Januar in Bern. Sport vor der Arbeit ist bei mir fix eingeplant, ohne geht es nicht – so starte ich fit und motiviert in den Tag. In der Freizeit bin ich gerne mit meinen Freunden und in meiner Lieblingsstadt Berlin unterwegs. Zudem mag ich alle Arten von Schreibstiften und habe mittlerweile ein kleines Sammelsurium (lacht).

Seit wann arbeiten Sie bei der BKW?

Ich arbeitete seit Februar 2018 im Marketing bei der BKW in Bern, was extrem spannend und bereichernd war. Als gelernte Polygrafin habe ich mich leidenschaftlich mit dem Gestalten und Layouten von Printprodukten beschäftigt – das haptische Resultat hat mir besonders gefallen. Jetzt bekam ich die Chance intern zu wechseln und bin neu als User Experience (UX) Designerin tätig. Ich gestalte und optimiere Webanwendungen.

Das Resultat besteht nicht mehr aus Rasterpunkten, sondern aus Pixeln, die intuitiv bedienbar sind.

 

Was war ausschlaggebend für Ihre berufliche Umorientierung?

Mein erlernter Beruf, Polygrafin, verändert sich durch die Digitalisierung.

Wurden früher viele Printprodukte gestaltet, ist heute Online je länger je mehr gefragt. Ich will die Digitalisierung als Chance packen. Deshalb habe ich eine dreijährige Weiterbildung als Interaction Designerin – simpel gesagt als Webdesignerin – absolviert, die ich diesen Sommer abgeschlossen habe.

Und jetzt hat sich Ihnen die Chance geboten intern zu wechseln, wie kam es dazu?

Ich habe davon gehört, dass aufgrund eines personellen Wechsels die Stelle als User Experience Designer frei wird. Ich musste den normalen Bewerbungsprozess durchlaufen und bin extrem glücklich, dass ich das Rennen gemacht habe. Intern zu wechseln bietet Chancen. Nicht alles ist neu, vieles ist vertraut und bestehende Kontakte kann ich gut nutzen.

Welches Ziel wollen Sie mit der Neuorientierung erreichen?

Der Beruf des Polygrafen ist unglaublich vielfältig und entwickelt sich heute vermehrt Richtung online. Trotzdem war es wichtig, mir ein «Zusatzpaket» anzueignen, das mich in dieser Veränderung hin zu online noch besser unterstützt. Ganz ehrlich: mir wird der haptische Aspekt fehlen, aber ich freue mich auf die grosse Welt des Online.

Wer oder was hat Ihnen geholfen, auf Ihrem Weg vorwärts zu kommen?

Primär wusste ich, dass ich mich weiterentwickeln muss, um dieser schnelllebigen Entwicklung Stand zu halten. Für mich war es deshalb naheliegend, die dreijährige Weiterbildung zur Interaction Designerin zu starten. Dankbar bin ich für die Unterstützung meiner Freunde, die mich angespornt und mir den Rücken gestärkt haben. Und es war super, dass meine ehemalige und meine neue Führungskraft es mir ermöglicht haben, für eine Übergangszeit von August bis Oktober 50% in der bisherigen und 50% in der neuen Stelle zu arbeiten. So konnte ich noch vom Wissen des bisherigen Stelleninhabers profitieren und der Übergang wurde gut organisiert. Diese Offenheit und Flexibilität schätze ich sehr. Ich bin immer noch am Lernen. Ich habe eine gute Basis, mit meinem grafischen Background sowie der Weiterbildung. Ich vergleiche es mit Autofahren: die Prüfung habe ich nun, aber jetzt sammle ich dann die Erfahrungen – mit jeder Fahrt, sprich jedem Auftrag. Ich wurde vom neuen Team super aufgenommen, was ich extrem schätze.

Wenn Sie Bilanz ziehen, was haben Sie dabei über sich selbst gelernt?

Dass sich die Mühe gelohnt hat – aber es braucht Biss. Drei Jahre lang habe ich jeden Freitag und Samstag die Weiterbildung besucht. Insbesondere der Samstag war schon hart: dann aufzustehen und die Schulbank zu drücken, wenn andere ausschlafen oder ihr Freizeitprogramm geniessen (lacht). Und es braucht Offenheit: ich habe mit meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit, die ich über alles geliebt habe, abgeschlossen und mich neuen Herausforderungen gestellt. Dieser Schritt – loszulassen – fiel mir schwer, es war Wehmut dabei und kostete mich auch Mut. Ich bin froh, dass ich die Weichen rechtzeitig gestellt habe und nun in einem anderen spannenden Berufsfeld tätig bin.

Was motiviert Sie besonders an Ihrer aktuellen Arbeit?

Es bereitet mir Freude, anzuwenden, was ich während drei Jahren in der Weiterbildung gelernt habe. Und die Zusammenarbeit im Team schätze ich sehr.

«Wir sind BKW»

Unter dem Motto «Wir sind BKW» stellen wir in loser Folge Mitarbeitende aus dem Firmennetzwerk vor. Susanne Weber ist eine von vier Mitarbeitenden, die in der aktuellen Ausgabe von «BKWorld», dem Magazin für Mitarbeitende, interviewt wurde. Das Thema des Magazins lautete «Gemeinsam umdenken, umschalten».

Katja Bauder

Katja Bauder

Senior Communication Manager bei BKW