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BKW Kunden, die mit einer künstlichen Stimme in Kontakt treten… das ist derzeit noch eine Spielerei. Doch schon bald dürfte dieses Szenario real werden. Denn sogenannte Voice Assistants sind auf dem Vormarsch. Aber lesen, sehen und hören Sie selbst.

Google breitet sich in den Wohnzimmern aus. Seit letzter Woche sind Google Nest Mini und Google Nest Hub offiziell in der Schweiz erhältlich. In Österreich und Deutschland waren die Smart Speaker schon etwas früher zu kaufen. Nun stehen die Voice Assistants, die bisher in Handys integriert waren, als Stand-Alone Smart Speaker in Küchen, auf dem Nachttisch oder neben dem TV-Gerät im Wohnzimmer herum. Dort warten sie quasi darauf, mit den Menschen in einen künstlichen Dialog zu treten.

Sehen und hören Sie in diesem Video selbst, wie es funktioniert:

Warum?

Schön und gut…, mögen Sie nun denken. Doch warum lese ich auf diesem Kanal einen Beitrag dazu? Die Antwort liefert Markus Maurer, Experte für Digitale Kommunikation: Durch den offiziellen Schweizer Verkaufsstart von Google würden Voice User Interfaces in der Schweiz breiter vertreten sein, schreibt der Head of Farner Lab in diesem Blog-Post. «Als Unternehmen ist es nun um einiges interessanter und sinnvoller, Voice Assistants im täglichen Geschäft zu verwenden.»

Darum

Natürlich hat auch die BKW Gruppe diesen Trend erkannt. «Die Kunden der Zukunft wollen manchmal lieber mit ihrem Assistant sprechen», sagt Luc Herminjard, Business Development Manager für das Verteilnetz der BKW. Zudem sei diese Möglichkeit gerade auch für die Barrierefreiheit im Kontakt mit blinden Menschen interessant. Ein anderer Vorteil: Solche Dienste sind an sieben Tagen 24 Stunden lang erreichbar.

Die BKW verbessert laufen die verschiedenen Interaktions-Kanäle, um Mehrwert für Kunden zu schaffen. Luc Herminjard prüft, wo überall die Voice Assistants sinnvoll sein könnten. Ein erstes konkretes Einsatzmodell sieht er bei Stromausfällen, wo meist hunderte von Anfragen gleichzeitig behandelt werden müssen.

«Hey Google. Ich will mit BKW Energie reden…»

Doch statt lange mit dem Autor dieses Blogs über die neuen Möglichkeiten zu sprechen, wendet sich Luc Herminjard gleich seinem Stand-Alone Smart Speaker und dem Smartphone zu:

«Hey Google. Ich will mit BKW Energie reden.» Mit diesen Worten und einem erwartungsvollen Gesicht begrüsst er die von einer künstlichen Intelligenz gesteuerte Maschine.

«Hallo. Ich bin dein BKW Bot. Wie kann ich dir helfen?», antwortet eine Männerstimme.

«Ich habe keinen Strom!»

«Was ist Ihre Postleitzahl?»

«3 – 1 – 5 – 9»

«Wir führen derzeit in Riedstätt geplante Instandhaltungsarbeiten durch. Besten Dank für ihr Verständnis.»

Die Kunden direkt lenken

Dank einer Schnittstelle zu der inhouse programmierten künstlichen Intelligenz (KI) kann die BKW die Nutzer aus dem Google-Universum heraus auf die eigene Lösung lenken. So hat die BKW es selber in der Hand, welche Antworten die Kunden auf ihre Fragen erhalten. Für die Programmierung der KI ist Maria Radoeva verantwortlich.

Noch wirkt das Ganze wie eine lustige Spielerei. Doch schon bald könnte die BKW die Voice Assistants im Geschäftsalltag einsetzen – wenn Kunden es wollen.

Tobias Habegger

Tobias Habegger

Senior Communication Manager