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Tobias Kuchen, Gesamtterminplaner Stilllegung Kernkraftwerk Mühleberg
Tobias Kuchen, Gesamtterminplaner Stilllegung Kernkraftwerk Mühleberg

In der Serie «Wir sind BKW» stellen wir Mitarbeitende aus dem Firmennetzwerk vor. Den Auftakt machen fünf Mitarbeitende, bei denen die Planung eine essenzielle Rolle spielt. Wie für Tobias Kuchen, den Gesamtterminplaner des Projekts Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg (KKM), dessen Terminplan eine ganze Bürowand füllt.

Wer bist du?
Mein Name ist Tobias Kuchen, bin ein 28 Jahre junger, glücklich verheirateter Berner. Ich bin studierter Maschinenbauingenieur und betreibe in meiner Freizeit gerne Sport, insbesondere Unihockey und Bouldern.

Warum arbeitest du bei der BKW?
Aus Interesse in einem Grossprojekt zu arbeiten, habe ich vor bald drei Jahren als Praktikant beim Projekt Stilllegung KKM begonnen. Damals als Unterstützung des Project Offices und der Beschaffung. Im Verlauf des Praktikums wurde mir die Stelle des Schedulers/Gesamtterminplaners angeboten. Für mich ist die Funktion als Schnittstelle zwischen der operativen und der strategischen Sicht äusserst spannend. Und nicht zuletzt empfinde ich das Arbeitsklima in der BKW und in unserem Team als sehr gut.

Warum musst du in deinem Arbeitsalltag gut planen?
Als Scheduler bringe ich die technischen Planungen terminlich zusammen und stelle einen Gesamtkontext her. Im Projekt Stilllegung KKM arbeiten Menschen aus verschiedensten Arbeitsbereichen und mit verschiedensten Flughöhen zusammen. Um während der Projektlaufzeit den Gesamtterminplan jeweils dem aktuellen Stand anzupassen, sind deshalb viele Gespräche und Abstimmungen nötig. Planung ist das A und O.

Warum bist du von deinem Job begeistert?
Die Stelle ist unter verschiedenen Aspekten interessant. Als Gesamtterminplaner erhalte ich tiefe Einblicke in die verschiedenen Tätigkeiten rund um den Rückbau. Dabei muss ich den Gesamtüberblick behalten und die Zusammenhänge präsent haben. Zudem arbeite ich tagtäglich mit vielen unterschiedlichen Personen aus verschiedenen Bereichen zusammen. Dies macht den Job sehr spannend und abwechslungsreich.

Welche drei Eigenschaften braucht es, um deinen Job erfolgreich auszuführen?
Eine der wichtigsten Eigenschaften ist es, die verschiedenen Abläufe technisch zu verstehen. Zudem wäre ein Einzelkämpfer am falschen Ort – Teamgeist ist gefragt. Ich bin Teil eines grossen Teams und nur zusammen sind wir erfolgreich. Da jede Person wiederum andere Bedürfnisse hat, ist ein gewisses Einfühlungsvermögen sehr hilfreich, um auf die wichtigen Bedürfnisse einzugehen.

Mit welchen Herausforderungen wirst du konfrontiert?
Durch Veränderungen im Gesamtterminplan können sich ungewünschte Terminverschiebungen ergeben. Je früher diese erkannt werden, desto mehr Zeit bleibt, das terminliche Problem zu lösen. Meine Aufgabe ist es, solche Verschiebungen so früh wie möglich zu eruieren und darauf hinzuweisen. Danach gilt es, im Gespräch gemeinsam die beste Lösung zu finden. Eine weitere Herausforderung ist es, den Gesamtterminplan so zu gestalten, dass er den Ansprüchen der verschiedenen Stakeholder gerecht wird. Den Gesamtprojektleiter interessieren andere Aspekte als den Vorhabensleiter, der für einen bestimmten Bereich verantwortlich ist.

Gibt es einen Meilenstein, auf den du dich schon jetzt freust?
Da gibt es einige Meilensteine, auf die ich mich freue. Der zurzeit wichtigste Meilenstein ist Ende 2019, wenn die Anlage heruntergefahren wird und wir mit Vollgas mit den Vorbereitungen für den Rückbau operativ starten können.

Sickern deine planerischen Fähigkeiten auch im Privatleben durch – Stichwort «déformation professionelle»?
Ich denke, dass die planerischen Fähigkeiten bei mir schon immer vorhanden waren. Sie kommen im Privatleben aber weniger zur Geltung, da die Projekte viel kleiner sind und mehr Pragmatismus gefragt ist. Das bedeutet, dass beispielsweise für das neue Gestell in der Küche ein Fresszettel als Bauanleitung genügen muss.

Was war dein liebstes Schulfach?
Im Gymnasium war ich wenig technisch unterwegs. Da lagen meine Hauptinteressen bei Musik und Geschichte. Erst gegen Ende der Schulzeit merkte ich, dass ich für das Berufsleben einen anderen Weg wählen möchte. Und so entschied ich mich nach dem Gymnasium für den technischen Weg an die Fachhochschule.

Auf was möchtest du in deinem Leben auf keinen Fall verzichten?
Auf den Kaffee am Morgen.

Weitere Informationen:
Wir sind BKW – Josef Hofer
Wir sind BKW – Sabine Bargetzi
Wir sind BKW – Albert Boss
Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg

Katja Bauder

Katja Bauder

Senior Communication Manager bei BKW