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Die Lauberhornrennen 2018 sind vorbei, die Sieger gekürt und ausgiebig gefeiert. Während die Besucherinnen und Besucher noch in den Erinnerungen schwelgen, beginnt für Bob Lehmann, den Rennleiter der Weltcuprennen Wengen, der Auftakt für die Planung der nächsten Lauberhornrennen – im 2019.

Als Rennleiter ist Bob Lehmann (58) zuständig für alles rund um die Piste, wie die Einhaltung der FIS Reglemente an die Rennstrecke aber auch für die Sicherheit der Rennfahrer und der Zuschauerinnen und Zuschauer. «Die Anforderungen an die Rennpiste sind heute enorm hoch. Mit der Taillierung des Skis werden die Athleten immer schneller. Deshalb hat für mich als Rennleiter Sicherheit oberste Priorität.»

Während den Rennen analysiert Bob laufend die Piste, um die Erkenntnisse in die Pistenplanung des darauffolgenden Jahres einfliessen zu lassen. «Die Schneehärte ist ein grosses Thema bei der Planung, besonders in Zusammenhang mit dem Einsatz von Schneekanonen. Eine Abfahrtspiste muss heute eine Schneedichte von 580 bis 680 Kilogramm pro Kubikmeter aufweisen, soll also extrem hart sein. Dazu braucht es die richtige Menge Wasser und Energie», erklärt Bob, der über jahrelange Erfahrung und ein enormes Know-how verfügt.

Investitionen in die perfekte Piste

Bereits während aber dann vor allem unmittelbar nach den Lauberhornrennen, setzt sich Bob Lehmann mit den Verantwortlichen der FIS zusammen und sieht sich die Aufnahmen vom Rennen und insbesondere die kritischen Passagen genau an und erarbeitet Verbesserungsvorschläge. «In diesem Jahr könnte beispielsweise das Brüggli-S zu reden geben», prophezeit der Fachmann. Mehr will er aber noch nicht verraten. Neben Sicherheitsbemühungen wird bei der Pistenplanung auch immer mehr auf Nachhaltigkeit geachtet. Im Frühjahr wird dann eine Begehung der Strecke erfolgen, ein Konzept erarbeitet und ein Kostenvoranschlag erstellt. «Die perfekte Piste kostet Geld», weiss Bob Lehmann. Sofern die Verbesserungen aber der Sicherheit dienen, sei das aber kaum eine Diskussion. «In Sicherheit und Nachhaltigkeit investieren wir gerne.»

Erfahrung als Erfolgsfaktor

Wie lange er bereits für die Lauberhornrennen im Einsatz steht, weiss Bob Lehmann nicht so genau: «Wenn man wie ich in Wengen aufgewachsen ist, gehört ein Einsatz an den Lauberhornrennen einfach dazu. Ich denke, ich bin seit ungefähr 51 Jahren in irgendeiner Form in Wengen tätig.» Nach mehreren verschiedenen Funktionen wurde Bob vor sechs Jahren zum Rennleiter gewählt. Eine Funktion im Ehrenamt, versteht sich. «Andere gehen gerne an die Fasnacht, ich amte leidenschaftlich als Rennleiter», sagt er nicht ohne Stolz. Seine Leidenschaft treibt ihn an, gleich nach dem aufreibenden Grossevent die Planung für die nächsten Lauberhornrennen in Wengen aufzunehmen. «Nach dem Rennen, ist vor dem Rennen», lacht der Rennleiter.  Die BKW freut sich bereits heute mit ihm auf die Lauberhornrennen 2019.

Lauberhornrennen: Wo sich Tradition und Moderne verbindet

Mit der längsten Abfahrt des gesamten Ski Weltcup ist in Wengen für Nervenkitzel und Dramaturgie gesorgt. Hinzu kommt, dass die Schweizer Spitzenplätze – wie in diesem Jahr mit Beat Feuz zuoberst auf dem Podest, in Wengen keine Seltenheit sind. Modernste Infrastruktur mit traditioneller Folklore: Das sind sie Lauberhornrennen in Wengen. Die BKW ist seit Jahren offizielle Partnerin des Ski World Cup und sorgt für Spannung und Stimmung neben der Piste.

Stefanie Uwer

Stefanie Uwer

Kommunikationsmanagerin bei der BKW