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Das Traditionsunternehmen Stuberholz, seit über 100 Jahren Holzdienstleister, und das Start-up Designergy, welches gerade in der Start-up Szene durchstartet, spannen zusammen, um eine innovative Solaranlage zu bauen. Beim näheren Betrachten merkt man aber schnell, dass sie mehr gemeinsam haben, als man annehmen würde. Beide sind fest davon überzeugt, dass eine akribische Planung und gute Vorarbeit mehr sind, als nur die halbe Miete. Das Resultat ihrer Zusammenarbeit überzeugt.

Alles begann damit, dass Nik Stuber, Geschäftsführer des Traditionsunternehmens Stuberholz, eine seiner alten Fabrikationshallen sanieren musste. Für ihn stand fest: Wenn er seine Hallen wärmetechnisch saniert, dann gehört auch Photovoltaik drauf. Er machte sich auf die Suche nach der besten Lösung und landete so beim Start-up Designergy. Zufällig war das Bündner Unternehmen kurze Zeit später an einer Basler Messe, wo Nik sie persönlich kennenlernen konnte. Das war der Anfang einer spannenden Zusammenarbeit.

Qualität hat ihren Preis: Das TCR-Indachsystem

Das Start-up Designergy hat eine technologisch innovative Lösung für dachintegrierte PV-Anlagen entwickelt. Das System namens TCR ist äusserst robust, schneefest und absolut wasserdicht. Die monokristallinen Solarzellen werden durch zwei Glasschichten geschützt. Das bringt eine grössere mechanische Belastbarkeit. Das Dach mit den Modulen kann ohne Bedenken betreten werden, was nicht zuletzt die Installation erleichtert. Die Wärmedämmung im TCR-Indachsystem besteht aus Steinwolle. Steinwolle ist äusserst langlebig, nimmt keine Feuchtigkeit auf und bietet optimalen Lärm- und Brandschutz. Zudem ist das Naturprodukt formstabil und brennt nicht.

Die PV-Module von Designergy machen Eindruck.

Nik war sofort angetan von der innovativen Lösung, ebenso wie vom smarten Start-up. Doch der Unternehmer stand vor der Herausforderung sein Vorhaben finanziell vor sich selbst zu rechtfertigen. Denn die technologisch aufwändige Lösung von Designergy ist kostenintensiver als eine klassische In- oder Aufdach-Anlage. Doch für Nik war klar, dass er mit seiner neuen PV-Anlage in eine nachhaltige Zukunft investieren wollte. Und da das Designergy-System mit nachhaltigen Materialien wie Steinwolle arbeitet, war für Nik die qualitativ hochwertige Lösung eine Investition wert. Zudem darf man nicht ausser Acht lassen, dass auch ein gewöhnliches Dach seinen Preis hat. Die Module von Designergy liefern nicht nur eine PV-Anlage, welche langfristig Geld einspart, sondern ersetzen auch die Dachhaut, welche sowieso Kosten verursachen würde.

Vorarbeit ist mehr als die halbe Miete

Eine weitere Überlegung stand für Nik im Vordergrund: Der Modulgedanke. Designergy fertigt seine PV-Paneele in der eigenen Fabrik in Graubünden an. Der grösste Teil der Arbeit wird somit in Vorarbeit erledigt. So müssen die einzelnen 1 x 1 Meter grossen Paneele auf dem Dach nur noch zusammengesetzt werden. Diese Vorgehensweise reduziert die tatsächliche Installationszeit massgeblich. Die Arbeiten sind weniger vom Wetter abhängig und somit weniger anfällig für Verzögerungen.

Diese Vorfabrikation hat Nik von Anfang an fasziniert. Denn er weiss, was eine gute Vorarbeit bedeutet. Mit seinem Unternehmen ist er im Elementbau tätig. Er baut in seinen Hallen ganze Häuserwände und Dächer und fügt diese später auf der Baustelle in kurzer Zeit zusammen. Nik sieht nicht nur Parallelen in der Herangehensweise zwischen seinem Traditionsunternehmen und dem Start-up Designergy, sondern auch die Zukunft des Elementbaus. Man könnte seine Dachelemente direkt in der Vorfabrikation mit PV-Modulen wie denen von Designergy auszurüsten und so fix fertig auf die Baustelle liefern. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

Elementbau bei Stuberholz

Wenn sich Tradition und Innovation gegenseitig bereichern

Anfang November wird die Anlage in Betrieb genommen. Für die Installation waren Unternehmen der BKW Gruppe zuständig. Die BKW EES AG hat die elektrischen Arbeiten offeriert, geplant und koordiniert. Die ISP AG war das ausführende Unternehmen. Sie hat die Installationsarbeiten und die elektrische Anbindung an das Stromnetz umgesetzt. Nik Stuber ist sehr zufrieden mit seiner neuen Anlage. Diese wird ihm genug Strom für den Eigenverbrauch liefern. Er kann damit seine Produktionsstätten und sogar weitere Untermieter auf dem Gelände versorgen. Die Zusammenarbeit zwischen dem über 100-jährigen Holzdienstleister und dem gerade mal 6-jährigen Start-up zeigt, dass sich Tradition und Innovation gegenseitig bereichern und Grosses schaffen können.

BKW Gebäudetechnik

Die BKW Gruppe besteht aus einem Netzwerk von Gebäudetechnik-Spezialisten. Wir bieten eine breite Palette von Dienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes an. Langjährige Erfahrung bestärkt uns bei der Planung von Neubauten sowie bei der Optimierung und der Sanierung von bestehenden Gebäuden. Für die 252.715 kWp-Anlage bei Stuberholz in Schüpfen haben wir folgende Dienstleistungen erbracht:

  • Anmeldung und Abklärungen bei BKW Netze, ESTI und Gemeinde Schüpfen
  • Elektrische Auslegung der Photovoltaik Anlage
  • Verstringung der Solarmodule
  • Montage und Anschluss der Wechselrichter
  • Anschluss ans BKW Netz
  • Einbau von Messung und Visualisierung der Erzeugung und des Verbrauchs von Energie

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Ivana Jazo

Ivana Jazo

Redaktorin Digital Communications bei der BKW und verantwortlich für den Unternehmensblog