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BKW Italia hat ihren Sitz in Mailand. Aber auch über 700 Kilometer weiter südlich sind vier Mitarbeitende für das Unternehmen im Einsatz. Von ihrem Büro in Foggia aus kümmern sie sich um die BKW Windparks in Apulien und in der Basilikata – vom Betrieb und der Überwachung bis zum Verkauf von Strom und Zertifikaten.

Keine andere italienische Region ist so windreich wie Apulien. Das widerspiegelt sich auch in der grossen Anzahl Turbinen, die sich hier im Südosten im Wind drehen. Auch BKW Italia besitzt in Apulien und in der benachbarten Basilikata 109 Windturbinen, 29 weitere gehören der HelveticWind, an der die BKW zusammen mit mehreren Partnern aus der Schweiz beteiligt ist. Schon seit 2010 produziert die BKW in Süditalien Strom aus Windenergie. Seither hat sie ihr Portfolio auf ganze elf Windparks aufgestockt.

Die Herren über die Windparks

Anfangs war eine externe Firma für den Betrieb der Anlagen zuständig, doch dann hat sich BKW Italia aufgrund des grösseren Portfolios entschieden, diese Aufgaben selbst zu übernehmen. In Foggia, dem Hauptort der gleichnamigen apulischen Provinz, in der Nähe des Sporns der stiefelförmigen italienischen Halbinsel, haben vier Windexperten unter der Leitung von Mario Giagnotti ihr Büro. Sie sind die Herren über die Windparks von BKW Italia.

Das Aufgabenspektrum ist breit: Das Vier-Mann-Team analysiert, ob die Anlagen wie gewünscht funktionieren und überprüft die Produktionszahlen. Auch stellen sie eine ideale Planung von Unterhalts- und Optimierungsarbeiten sicher. Wenn dann solche Arbeiten ausgeführt werden, ist jemand aus Mario Giagnottis Team regelmässig vor Ort, um die Arbeiten zu begleiten und zu überwachen. Und schliesslich wird von Foggia aus auch der Verkauf des Stroms und der Grünstromzertifikate aus den italienischen Windparks abgewickelt – mit allem, was dazu gehört.

Im Fall der Fälle

Auch wenn das Team von Mario Giagnotti hunderte von Kilometern von den Kolleginnen und Kollegen in Mailand und in der Schweiz entfernt ist: Alleine sind sie keineswegs. «Es besteht ein regelmässiger Austausch, was natürlich sehr wichtig ist», so der Elektroingenieur. Gleichzeitig sei aber die Präsenz vor Ort von grosser Bedeutung. «Dadurch kennen wir die Anlagen bestens», erklärt er und weiss, wovon er spricht. In seiner früheren Rolle als Projektmanager hat er nämlich den Bau der beiden Windparks Volturino und Castellaneta betreut. Aber auch mit den anderen Anlagen kennt sich sein Team sehr gut aus.

Durch die Nähe zu den Windparks sind Mario Giagnotti und seine Leute besonders flexibel. Im Fall der Fälle sind sie schnell vor Ort und können nach dem Rechten schauen. So kann der Wind aus dem Süden auch weiter für die BKW wehen.

Sabrina Schellenberg

Sabrina Schellenberg

Stellvertretende Leiterin Medienstelle bei der BKW

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