Artikel teilen auf

Die 42 Firmen der BKW Building Solutions sind von der Coronakrise ebenso betroffen wie die gesamte Gebäudetechnikbranche. Aber sie profitieren in diesen Tagen von den Vorteilen eines starken Netzwerks: Dieses bietet ihnen organisatorischen Rückhalt und erbringt wertvolle Dienstleistungen zur Bewältigung der Krise.

«Unsere Gruppenstruktur und unsere Grösse verleihen zugleich Flexibilität und Stabilität», sagt Mathias Prüssing, CEO von BKW Building Solutions. In normalen Zeiten führt er die 42 Firmen seines Netzwerks im kooperativen Stil und lässt ihnen Spielraum, um sich in ihren jeweiligen Märkten optimal entfalten zu können. Doch nun, in Zeiten von Corona, ist der Führungsrhythmus enger geworden. «Dadurch haben wir jederzeit einen transparenten Einblick in den Betrieb bis hin zu den einzelnen Baustellen, können Einfluss nehmen und die Gesellschaften bei Bedarf schnell mit Massnahmen unterstützen», sagt Prüssing. Seit November 2017 leitet er die Gebäudetechniksparte der BKW. Bisher hat er sich insbesondere um den Aus- und Aufbau der Gruppe gekümmert, nun muss er sie durch diese schwierige Zeit führen. Doch er ist überzeugt: «In dieser ausserordentlichen Situation zeigen sich die wahren Werte und die Stärke unseres Netzwerks.»

Zentrale Dienste helfen bei komplexen Fragen

Die Probleme im «Corona-Alltag» sind vielfältig: Es gilt, die Hygienevorschriften der Behörden für über 2’500 Handwerker und für rund 500 Büroangestellte einzuhalten. Das stellt insbesondere auf Baustellen eine grosse Herausforderung dar. Aufwändiger als in Normalzeiten ist auch der Umgang mit Auftraggebern und Lieferanten, etwa wenn es zu Verzögerungen oder gar zu Baustellenschliessungen kommt. Was steht in den Werkverträgen? Droht eine Konventionalstrafe? Zeichnen sich Terminengpässe bei späteren Aufträgen ab? Müssen wir allenfalls Kurzarbeit prüfen, zum Beispiel, wenn Privatkunden keine Handwerker mehr ins Haus lassen wollen und damit Kleinaufträge und das Servicegeschäft stark zurückgehen?

Das grosse Plus der BKW Building Solutions sind die zentralen Dienste. Sie kümmern sich um diese Fragen und entlasten damit die einzelnen Firmen, indem sie diese mit konkreten Dienstleistungen, Know-how und Hilfsmitteln unterstützen. Das geht von der situativen Unterstützung bei Rechtsfragen über die Erstellung von gemeinsamen Merkblättern bis zum Einkauf von Schutzmaterial. «Unsere Gruppenstruktur erlaubt es uns ausserdem, einzelne Gesellschaften, die besonders stark betroffen sind, operativ und menschlich zu unterstützen», sagt Mathias Prüssing.

Organisation bewährt sich

Organisiert ist BKW Building Solutions in den drei Regionen Ost, Mitte und West. «Die Vernetzung aller Firmen ermöglicht es uns, die Vorgaben der Behörden tagesaktuell, situationsgerecht und mit Menschlichkeit umzusetzen, ohne dass jede Gesellschaft das Rad für sich selbst neu erfinden musst», sagt Javier Romero, der seit Anfang Jahr die Region Ost mit 15 Firmen und rund 800 Angestelltenführt. Insbesondere zu Beginn der Krise, als es im Tagesrhythmus neue Massnahmen des Bundesrats umzusetzen galt, sei der Austausch wichtig gewesen.

Romero hat ausserdem Schreiben aufgesetzt, die sich mit möglichen juristischen Auswirkungen von Covid-19 auf laufende, noch nicht begonnene oder sich im Annahmeprozess stehende Grossaufträge befassen. Diese Dokumente kommen nun in der ganzen Gruppe zur Anwendung.

Taskforce mit Videokonferenzen

Zur Bewältigung der Krise hat BKW Building Solutions schon früh eine Corona-Taskforce eingesetzt. Mathias Prüssing leitet die Sitzungen, die meisten anderen Mitglieder sind per Videokonferenz zugeschaltet. Auch für das Funktionieren der Taskforce hat es geholfen, dass eine konsequent aufgebaute Organisationsstruktur vorhanden war. Zudem profitiert BKW Building Solutions nun davon, dass die Digitalisierung des Arbeitsalltags zügig an die Hand genommen worden war. «Für das Homeoffice der Büroangestellten mussten wir Zugänge und Berechtigungen einrichten», sagt Gérald Walti, Leiter Finanzen und Dienste. Aber viele Handwerker habe man schon vorher mit Tablets und Laptops ausgerüstet, auf denen sie etwa Aufträge überprüfen und Pläne einsehen können. «Das mobile Arbeiten auch auf Baustellen hilft uns in der Krise zusätzlich», sagt Walti.

Wie lange die Krise noch dauern und welche wirtschaftlichen Auswirkungen sie wirklich haben wird, weiss zur Zeit niemand – auch Mathias Prüssing nicht. Aber er ist sich sicher: «Mit unserer Organisationsstruktur und Agilität sind wir auch in Krisenzeiten gut gewappnet und können gemeinsam das Optimum herausholen.»

Rene Lenzin

Rene Lenzin

Leiter Media Relations & Newsroom