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Vor elf Jahren schloss Abfahrts-Weltmeister Beat Feuz eine Maurer-Lehre ab. Dank seiner Partnerschaft mit der BKW kommt er nun erstmals wieder auf eine Baustelle.

Könnte Beat Feuz (30) nicht so verdammt gut Ski fahren, wäre er heute vielleicht auf der Baustelle statt auf der Piste zu Hause. Denn neben den Skirennen und Trainings absolvierte der Emmentaler in seiner Jugend eine Maurer-Lehre. «Ich wollte etwas im Freien machen, da bot sich eine Lehre auf dem Bau an», sagt Feuz. Die Arbeit habe ihm gefallen. Doch gleichzeitig wurde das Skifahren immer wichtiger. «Am Schluss wurde die Lehre zu einem Murks, weil ich so oft gefehlt habe. Den Abschluss habe ich trotzdem geschafft.»

Nach elf Jahren kehrt Feuz wieder auf die Baustelle zurück.

Elf Jahre später kehrt Feuz nun wieder auf die Baustelle zurück. Die BKW, Sponsorin von Swiss Ski, zeigt ihm den Bau der «Allegra Lodge» beim Flughafen in Kloten. Die Dimensionen sind gewaltig: Bis nächsten Winter entstehen 76 Hotelzimmer, 14 Appartements und 109 Mietwohnungen. «Sehr beeindruckend. So grosse Baustellen hatten wir während meiner Lehre nie», sagt Feuz mit einem Schmunzeln.

Den wahren Überraschungs-Moment erlebt er aber, als er die Hololens-Brille aufsetzt. Sie projiziert virtuelle Objekte in die Realität. Mixed-Reality heisst das im Fachjargon. So sieht Feuz dank der Brille plötzlich in die Tragkonstruktion hinein und erblickt die verlegten Rohre und den Stahl. Das Gebäude, das noch im Rohbau ist, bekommt plötzlich eine Fassade und als Feuz in einem grosszügigen, aber kahlen Raum steht, erscheint eine gemütliche Hotel-Lobby. «Ich freue mich schon, mal etwas hier zu trinken, wenn es fertig ist», sagt Feuz.

Ein internationales Netzwerk mit 13 Büros und 1400 Mitarbeitenden in der Schweiz, Deutschland und Österreich

Dass es soweit kommt, dafür sorgt unter anderem die Ingenieur-Firma Frey + Gnehm AG aus Olten SO, die die gesamte Tragkonstruktion geplant hat. Die ingenieurtechnische Meisterleistung ist das gigantische Tragwerk über der Tiefgarage, auf dem alle vier Baukörper stehen. «Für uns ist das eines der grössten Projekte bisher», sagt Projektleiter Reto Schibli. Doch dabei wird es wohl nicht bleiben. Denn als Tochterfirma der BKW ist die Frey + Gnehm AG Teil eines internationalen Netzwerkes mit 13 Büros und 1400 Mitarbeitenden in der Schweiz, Deutschland und Österreich. «Als Teil der BKW können wir dank der Zusammenarbeit mit Partnerfirmen grössere Projekte durchführen. So können wir weiterwachsen», sagt Projektleiter Schibli. Damit könnte er Beat Feuz bald wieder ins Staunen bringen.

BKW geht neue Wege

Die BKW-Gruppe wandelt sich von einem klassischen Stromproduzenten zu einem vielfältigen und internationalen Energie- und Infrastruktur-Unternehmen mit über 6000 Mitarbeitenden. Die Kernkompetenzen bleiben: Energie- und Ingenieurwesen. So bietet die BKW in verschiedenen Gebieten Komplettlösungen an. Die BKW plant und gestaltet Solar-Installationen, Windkraftwerke, Brücken, Skipisten oder Projekte im Bereich Elektromobilität.