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Es ist eine Premiere: Als erstes börsenkotiertes Unternehmen der Schweiz hat die BKW eine grüne Anleihe in Schweizer Franken lanciert. Der Green Bond ist nicht nur etwas für grosse Anleger.

Die Erde leidet unter dem Klimawandel. Doch viele Menschen sind bereit, für sie zu kämpfen. Das zeigt nicht zuletzt die Bewegung, die um Greta Thunberg entstanden ist. Themen wie Ökologie und Nachhaltigkeit beschäftigen aber nicht nur den Einzelnen, sondern auch grosse Firmen. So zum Beispiel die BKW.

Die international tätige Energie- und Infrastrukturdienstleisterin mit Sitz in Bern wartet nun mit einer Neuerung für umweltbewusste Investoren auf: einem Green Bond, zu Deutsch einer grünen Anlagemöglichkeit.

Die Öko-Anleihe geht über 200 Millionen Franken und ist nicht nur für Grossanleger wie Versicherungen oder Pensionskassen gedacht. Auch Privatpersonen können sie ab rund 5000 Franken über ihre Bank an der Börse kaufen. Und das bereits von diesem Monat an.

Von Kunden gewünscht

Die BKW reagiert mit dem Green Bond auf ein Bedürfnis der Anleger. Waren diese früher hauptsächlich auf der Suche nach Sicherheit, Liquidität und Rendite, ist ihnen nun zunehmend auch die Nachhaltigkeit wichtig.

«Wir tragen den Bedürfnissen des Kapitalmarkts Rechnung und bieten als erstes börsenkotiertes Schweizer Unternehmen die Möglichkeit, an der Schweizer Börse in einen Green Bond zu investieren. Damit positioniert sich die BKW als eine der Vorreiterinnen im Bereich Green Bonds auf dem Schweizer Kapitalmarkt», so BKW CFO Ronald Trächsel.

Mit den 200 Millionen Franken aus der grünen Anleihe refinanziert die BKW den Bau verschiedener Schweizer Kleinwasserkraftwerke sowie Windanlagen in Norwegen und Frankreich. Also strikt Projekte mit messbarem ökologischem Mehrwert, wie es die Richtlinien für diese Art von Investment verlangen.

Eigene nachhaltige Ziele

Die BKW will aber auch selber einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. «Unser Ziel ist, dass 75 Prozent der installierten Leistung unseres Produktionsparks bis 2023 erneuerbar sind», sagt CEO Suzanne Thoma. Bereits seit 2013 investiert das Unternehmen bei neuen Kraftwerken ausschliesslich in erneuerbare Energien.

Mit ihrem zunehmenden Engagement im Sachen Nachhaltigkeit reiht sich die BKW zudem bei den Firmen ein, welche die 17 Ziele der UNO-Agenda 2030 unterstützen. CEO Suzanne Thoma: «Mit dem Green Bond können wir zeigen, dass wir konkret auf zwei dieser Ziele einzahlen: Wir bieten Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie und ergreifen Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen.»

CEO Suzanne Thoma und CFO Ronald Trächsel haben Neuigkeiten für Anlegerinnen und Anleger.