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Wie bringt man einen fast 100 Tonnen schweren Transformator von Norditalien in den Berner Jura? Und was braucht es, damit weder Trafo noch Strasse vom Transport Schaden nehmen? Hier einige wichtige – und weniger wichtige – Fakten zur Reise des Trafos der BKW.

  • Das Gewicht des Transformators beträgt beim Transport 92 Tonnen. Sobald das Öl zur Isolation und Kühlung eingefüllt ist und weitere Komponenten angebracht sind, wiegt er sogar 126 Tonnen.
  • Der Anhänger mit dem Trafo verfügt über elf Achsen und 44 Räder. So verteilt sich das Gewicht des Trafos optimal und beschädigt die Strasse nicht.
  • Gesamthaft überwindet der Transporter der Firma Friderici auf seiner Reise 20 Kreisel. Sie gehören bei einer Gesamtlänge von 35 Metern zu den grössten Herausforderungen des Transports.
  • Aufgrund der Sperrung der Axenstrasse am Vierwaldstättersee (Steinschlag) muss der Transporter via A2 und Seelisbergtunnel fahren. Da sein Gesamtgewicht von 157 Tonnen im Tunnel nur auf der linken Spur zulässig ist, ist er phasenweise auf der gesperrten Autobahn als Geisterfahrer unterwegs.
  • Der Transporter hat 630 PS und fährt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.
  • Mit gesamthaft 12 verschiedenen Behörden hat das Transportunternehmen Friderici die Reise des Trafos geplant. Dazu gehören Strassenverkehrsämter, italienische und kantonale Polizeidepartemente, Unterhaltdienst Zentras für die Geisterfahrt auf der A2, Zollbehörden.
  • Die gesamte Fahrt von Monselice (IT) nach Sorvilier (BE) dauert 3 Nächte. Aufgrund der Gesetzeslage muss der Fahrer alle 4.5 Stunden eine Pause von 1 Stunde einlegen.

Der Transformator ist der letzte von vier, die in die Unterstation in Sorvilier geliefert wurden. Damit kann die BKW sämtliche neuen Komponenten der Unterstation in Betrieb nehmen und die Region weiterhin sicher mit Strom versorgen.

Weitere Informationen finden Sie in der Medienmitteilung.

Andreas Schmidt

Andreas Schmidt

Projektleiter Kommunikation