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Bild: GEPA pictures

Mitte Februar erreichte der swisspro Athlet Alex Fiva bei der Weltmeisterschaft (WM) im Skicross im schwedischen Idre Fjäll den ersten Platz. Die Goldmedaille bedeutet nicht nur für Alex persönlich etwas ganz Besonderes, sondern auch für die Schweizer Skicross-Männer.

Der Bündner Alex Fiva holte Mitte Februar an der Skicross-WM im schwedischen Idre Fjäll Gold. In der langen Karriere des 35-Jährigen war es der erste Triumph an einem grossen Event. Dem Schweizer Männer-Team heimste Alex mit seinem Sieg gar den ersten Weltmeistertitel ein. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz unterzog er sich einem Corona-Test, um am Wochenende darauf nach Georgien fliegen zu können. Dieser fiel überraschenderweise positiv aus. Im Interview erzählt Alex von seiner Isolation mit seiner Familie und davon, wer ihm neben seinem Hauptsponsor swisspro sonst noch zum Sieg verhalf.

«Schweden ist ein Land mit wundervollen Landschaften und tollem Schnee. Als die Nachricht kam, dass die WM von China nach Idre Fjäll verschoben wird, gab mir das ein gutes Gefühl.»

Alex Fiva, wie geht es Ihnen in der Corona-Isolation?
Mir geht es zum Glück gut, ich habe keine Symptome. Natürlich habe ich jetzt sehr viel Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann, da sie zusammen mit mir in Isolation ist. Mit meiner zweijährigen Tochter läuft immer etwas, sodass mir nie langweilig wird. Leider verpasste ich aber das Weltcup-Rennen in Georgien, welches vom 26. bis 28. Februar stattfand, was ich sehr bedaure. Die Hauptsache ist jetzt aber, dass ich und meine Familie schnellst möglich wieder gesund werden.

Welche Erinnerungen hatten Sie bei Ihrer Ankunft in Schweden an Idre Fjäll?
Ich verbinde mit Idre Fjäll sehr schöne Momente, da ich dort schon viele erfolgreiche Rennen gefahren bin. Schweden ist ein Land mit wundervollen Landschaften und tollem Schnee. Als die Nachricht kam, dass die WM von China nach Idre Fjäll verschoben wird, gab mir das ein gutes Gefühl, da ich schon öfter dort war und dadurch den Ort und die Abfahrt bereits kannte.

«So grosse Erfolge wie den ersten Platz an der Weltmeisterschaft zu ergattern, bestärken mich in dem, was ich tue.»

Wie viel Arbeit steckt hinter Ihrer Goldmedaille?

Den ganzen Sommer über habe ich im Kraftraum trainiert und meine Ausdauer gesteigert. An der WM selbst stand ein Team hinter mir, das mir dabei half, meine Leistungen noch weiter zu verbessern: drei Coaches, drei Service-Personen, die unsere Ski warteten, ein Physiotherapeut und ein wissenschaftlicher Mitarbeitender, der die GPS- und Live-Video-Daten aufbereitete. Denn meine Testfahrten werden jeweils aufgezeichnet, damit wir sie im Anschluss analysieren und Verbesserungspotenzial erkennen können. Ich arbeitete sehr eng mit diesem Team zusammen und verbrachte an der WM jeden Tag mit ihm. Es stecken also viele Stunden in meinen Rennen, aber das ist ja schliesslich auch mein Vollzeit-Job und so grosse Erfolge wie den ersten Platz an der Weltmeisterschaft zu ergattern, bestärken mich in dem, was ich tue.

Haben Sie ein Ritual, welches Sie vor jedem Rennen durchführen?
Da das Wetter vor und bei den Rennen unberechenbar ist, muss man sich jeweils an die herrschenden Verhältnisse anpassen. Aus diesem Grund ist es nicht wirklich möglich, sich einen immer gleichen Ablauf vor den Wettkämpfen anzueignen. Teilweise kann man sich vor den Rennen nicht einmal einfahren, da keine Pisten offen sind.

Was steht nach Ihrer Isolation an?
Als nächstes wäre geplant, am 6. und 7. März bei der Schweizer Skicross Meisterschaft an der Lenk teilzunehmen. Da ich unsere Wohnung momentan nicht verlassen kann, trainiere ich derzeit hauptsächlich mit Eigengewicht. Wenn die Saison dann zu Ende geht und es wieder wärmer wird, werde ich mir eine kleine Auszeit nehmen können. Im Sommer gehe ich zum Beispiel jeweils gerne mit meiner Familie und Freunden mountainbiken.

«Nächstes Jahr finden die Olympischen Winterspiele in China statt, für die ich mich gerne qualifizieren würde.»

Wie sind Sie dazu gekommen, professionell Skicross zu fahren?
Anfänglich bin ich mehrere Jahre Alpin Ski gefahren. Meine Leistungen stagnierten jedoch bald und ich verlor die Freude am Sport. Ein Freund fragte mich eines Tages, ob ich nicht Lust hätte, mich einmal bei einem Skicross-Rennen zu versuchen. Ich sagte zu und merkte sofort, dass es mir sehr gut gefällt. Ich liebe es, zu springen und messe mich gerne bei einem Mann-zu-Mann-Rennen. Als Skicross 2010 eine olympische Disziplin und ich in das Schweizer Team aufgenommen wurde, stand für mich fest, dass ich mich auf diese Sportart spezialisieren und sie professionell ausüben möchte..

Was sind die nächsten Meilensteine, die Sie erreichen möchten?
Nächstes Jahr finden die Olympischen Winterspiele in China statt, für die ich mich gerne qualifizieren würde. Der Start an einem olympischen Rennen steht schon lange auf meiner Liste und wäre für mich ein absolutes Highlight. Bis dahin gilt es, diszipliniert weiterzutrainieren, damit ich voller Selbstvertrauen Vollgas geben und gute Ergebnisse erreichen kann.

Auf der Piste mit Swiss-Ski

Seit sechs Jahren ist die BKW Premium- und Nachhaltigkeitspartnerin des Schweizerischen Skiverbands Swiss-Ski. Dank ihren umfassenden Kompetenzen in Energie, Gebäude und Infrastruktur bietet sie Lösungen für eine lebenswerte Zukunft – auch im Schneesport. Gemeinsam können wir es schaffen, wenn wir heute schon an morgen denken.
Die swisspro, ein Unternehmen der BKW Building Solutions, ist seit November 2019 Hauptsponsorin des Swiss-Ski-Athleten Alex Fiva.
Mehr erfahren unter vordenken.bkw.ch

Lorena Mende

Lorena Mende

Lorena Mende ist Junior Communication Managerin bei der BKW Building Solutions AG

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