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Die Tour de France ist der drittgrösste Sportevent der Welt – und wir waren in diesem Jahr dank unserer Tochtergesellschaft LINDSCHULTE+KLOPPE dabei.

Wenn wir bei der BKW ein Projekt in Angriff nehmen, denken wir normalerweise in langfristigen Dimensionen. Unser ältestes Kraftwerk ist mehr als 120 Jahre alt und was wir planen und bauen, hält Jahrzehnte – oder sogar Jahrhunderte. Das gilt auch für die Bauten unserer Tochtergesellschaft LINDSCHULTE+KLOPPE, ein traditionsreiches Ingenieurunternehmen.

Wie bringt man 30’000 Zuschauer an den Streckenrand?

Nicht so bei der Tour de France, die in diesem Jahr während vier Tagen in Düsseldorf gastierte. LINDSCHULTE+KLOPPE erstellten im Auftrag der Stadt Düsseldorf ein Verkehrsführungskonzept für den Radverkehr sowie ein Konzept für temporäre Radabstellanlagen in der Nähe der Rennstrecke. Kein einfaches Unterfangen bei den erwarteten Zuschauermassen. «Die Innenstadt war in weiten Teilen abgesperrt, mit dem Auto ging nichts. Die Leute sollten mit dem Öffentlichen Verkehr, zu Fuss oder mit dem Rad kommen. Den erwarteten 30’000 Rad fahrenden Besucherinnen und Besucher wollten wir eine sichere Möglichkeit bieten, ihr Rad in der Nähe der Strecke abzustellen», sagt Dr. Uwe Kloppe, Geschäftsführer bei der Niederlassung Düsseldorf zu den Herausforderungen. Die vorgeschlagene und auch umgesetzte Lösung von Kloppe und seinem Team: 8’000 Absperrgitter auf Grünflächen in Gehdistanz zur Rennstrecke.

Rad, Düsseldorf, LINDSCHULTE+KLOPPE: das passt!

Der sogenannte «Grand Départ» war kein gewöhnlicher Auftrag – sowohl für LINDSCHULTE+KLOPPE als auch für die Stadt Düsseldorf. Uwe Kloppe lobt die Zusammenarbeit bei diesem Projekt als pragmatisch und unbürokratisch. «Es gab keine langen Genehmigungsverfahren, wie wir sie üblicherweise kennen. Ich schätzte diese Art der Zusammenarbeit sehr, es war eine bereichernde Erfahrung und erforderte ein hohes Mass an Flexibilität und kurzfristiger Planung». Dass LINDSCHULTE+KLOPPE bei diesem Auftrag zum Zuge kamen, ist kein Zufall. Seit 2014 begleitet das Tochterunternehmen der BKW die Stadtverwaltung bei der Entwicklung und Umsetzung eines rund 300 Kilometer langen Radhauptnetzes. Die gut 700 Einzelmassnahmen werden in mehreren Etappen umgesetzt. Düsseldorf gelte zwar noch nicht als die radfreundliche Stadt, sagt Uwe Kloppe, aber sie habe sich eine nachhaltige Mobilität auf die Fahne geschrieben. Der Tour-de-France-Start in Düsseldorf stehe sinnbildlich für diese Entwicklung. «Es ist schön, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten – langfristig, aber dank dem Event auch kurzfristig.»

Die Konzepte haben funktioniert

Die erarbeiteten Konzepte werden der Stadt Düsseldorf auch bei künftigen Veranstaltungen zugutekommen – sie haben sich bewährt. Dass am Ende nur wenige Tausend Besucherinnen und Besucher von den Angeboten Gebrauch machten, schmerzt Uwe Kloppe etwas. Doch etwas kann auch das beste Ingenieurbüro der Welt nicht vorausplanen: das Wetter. Beim «Grand Départ» der Tour de France in Düsseldorf regnete es in Strömen.

 

Daniel Stegmann

Daniel Stegmann

Projektleiter Kommunikation bei der BKW