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Rechtzeitig für die Ski-Saison 2016/17 sind die Bauarbeiten in den Unterstationen Wimmis und Wilderswil erfolgreich abgeschlossen worden. Somit ist die zuverlässige Stromversorgung im Berner Oberland auch für die Zukunft gesichert.

Die beiden Unterstationen in Wimmis und Wilderswil sind wichtig für die Versorgung der Stadt Thun, des Berner Oberlands und dessen Skigebiete wie die Jungfrau-Region, Interlaken, Adelboden-Lenk und Gstaad. Sie beliefern diese Gebiete direkt oder indirekt mit Strom und garantieren so unter anderem, dass Gondeln, Sessel- und Skilifte sowohl unsere Athleten von Swiss-Ski als auch alle Wintersportler zuverlässig auf den Berg bringen. Ende November eröffnen die ersten Oberländer Skigebiete die Ski-Saison 2016/17. Im Januar finden die internationalen Lauberhornrennen und der Ski World Cup Adelboden statt. Die BKW ist bereit und wünscht allen Skisportlern, Athleten und Fans viel Power.

Landschaftsbild dank moderner Technologie entlastet

Am augenfälligsten ist sowohl in der Unterstation Wimmis als auch in Wilderswil der Wegfall der alten Freiluft-Schaltanlagen. Wo einst dutzende Wandler, Sammelschienen und Trennschalter das Bild dominierten, liegen heute leere Flächen. Denn, die neuen gasisolierten Schaltanalagen liessen sich platzsparend als Innenraumanlagen im bestehenden respektive einem neuen Gebäude installieren. Das entlastet nicht nur die Landschaft, sondern verbessert dank der neuen Technik auch die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Versorgung nachhaltig. Die BKW investierte 11 Mio. Franken in die Erneuerung der beiden Unterstationen.

Eine neue 50kV-Anlage und ein neues Gebäude in Wimmis

Die Unterstation Wimmis ist Haupteinspeisepunkt für die gesamte Versorgung im Berner Oberland. In Wimmis wird der Strom vom 220kV-Übertragungsnetz der Swissgrid auf 50kV transformiert und regional verteilt. Die 50kV-Schaltanlage musste aus Altersgründen ersetzt werden. Für die Installation der modernen, gasisolierten Schaltanlage (GIS) wurde ein neues Gebäude erstellt. Die Erneuerung erhöht nebst der Versorgungszuverlässigkeit die Kurzschlussfestigkeit der Unterstation und ermöglicht dadurch einen flexibleren Betrieb. Im Zuge der Erneuerungsarbeiten wurde auch einer der 100 MVA-Transformatoren in der eigenen Trafowerkstatt revidiert. Die Umgebungsarbeiten nach der Demontage der Freiluft-Schaltanlage werden in diesen Tagen abgeschlossen.

Arbeiten auf engem Raum in Wilderswil

Die Unterstation Wilderswil ist quasi die Steckdose für das östliche Berner Oberland. Die Unterstation besteht aus einer 132kV-, 50kV- und 16kV-Schaltanlage und zwei 132/50kV- und drei 50/16kV-Transformatoren. Die 132kV-Freiluft-Schaltanlage hatte das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und musste erneuert werden. Dabei hat die BKW die neue Anlage in das bestehende Unterstationsgebäude integriert, in dem sich bereits die bestehenden 50-kV- und 16-kV-Schaltanlagen befinden. Die Arbeiten auf engem Raum bei laufendem Betrieb stellten besondere Herausforderungen an die Fachleute, die sie termingerecht und ohne Zwischenfälle ausführten. Die neue gasisolierte 132-kV-Schaltanlage ist seit Oktober 2016 in Betrieb. Bis Ende Jahr werden noch die letzten Demontagen vorgenommen und Umgebungsarbeiten ausgeführt.

Christine Klinger

Christine Klinger

Projektleiterin Kommunikation bei der BKW