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Die Unterstation Raurica ist in Kürze betriebsbereit. Die von der BKW als Generalunternehmerin für die EBL (Elektra Baselland) errichtete Station versorgt das Industriegebiet Salina Raurica (Pratteln BL) mit Strom. Hauptkunde ist derzeit die Firma Coop, die eine grosse Produktionsanlage für Schokolade auf dem Gelände errichtet.

In edlem Grau präsentiert sich die neue Unterstation der EBL an der Autobahn A3 den vorbeieilenden Automobilisten. Nichts deutet auf eine High-Tech-Anlage hin, ausgenommen das EBL Logo und die Aufschrift «schweizstrom». Innen sieht das Bild schon anders aus: Moderne gasisolierte Schaltanlagen (GIS) auf der 50kV- und 13.6kV-Ebene sorgen für eine sichere Stromversorgung des Industrieareals.

Zwei 50kV-Leitungen speisen die Unterstation, die mit 2x 8 MVA auf der 13.6kV-Ebene Coop versorgt. Damit bestehen noch ausreichende Reserven für weitere Kunden, denn die beiden 50/13.6kV-Transformatoren haben eine Kapazität von je 25 MVA. Auch die 13.6kV-GIS bietet mit 13 ausgebauten Felder genügend Reserven.

Die Unterstation mit fast quadratischem Grundriss (16 Meter x 17 Meter) besteht im Grunde aus einem einzigen Raum, lediglich die zwei 50/13.6kV-Trafos sind separat untergebracht. Beide GIS-Anlagen befinden sich zusammen mit Sekundärtechnik in einem Raum, wobei vorschriftsgemäss ein kleiner Trafo für den Eigenbedarf sowie Batterien von den GIS-Anlagen separiert sind. Die Station ist voll unterkellert. In dem Kellerraum kommen die Einspeisungen (50kV und 13.6kV) an. Ebenso verlassen die 13.6kV-Versorgungsleitungen für das Industrieareal den Kellerraum. Alle Leitungen werden unterirdisch geführt; es gibt keine Freileitungen.

Die BKW hat die Ausschreibung der schlüsselfertig zu übergebenden Anlage gegen namhafte Konkurrenz gewonnen. Die Grundsteinlegung fand am 3. März 2015 statt, die Übergabe war für Ende 2015 geplant. Trotz dieses engen Zeitplans konnten BKW und Arnold die Station termingerecht realisieren. Weil noch eine technische Anpassung auf Wunsch des Bauherren geprüft wurde, verzögert sich die Inbetriebnahme leicht bis Ende Februar.

Projektleiter Enrico Harlander ist sehr zufrieden mit dem Ablauf des Projektes: «Die Zeit war ja wirklich knapp, aber wir konnten alle Meilensteine einhalten.» Jetzt freut sich das gesamte Team auf die Übergabe an die EBL. Und auf die Schokolade, die Coop mit dem Strom aus der Unterstation Raurica bald produzieren wird.

Christine Klinger

Christine Klinger

Projektleiterin Kommunikation bei der BKW