Artikel teilen auf


Die BKW muss ein neues Geschäftsfeld aufbauen, um die Abhängigkeit vom Energiegeschäft zu verringern. Das Unternehmen wächst rasch und leistet Pionierarbeit. Im Interview erzählt CEO Suzanne Thoma wie die neuen Herausforderungen aussehen und welche Fachkräfte die BKW braucht, um diese zu meistern. 

Frau Thoma, die Energiewelt muss sich gerade viele Fragen stellen.

Unser Kernproblem ist, dass das Produzieren und der Verkauf von Strom in vielen Fällen nicht mehr profitabel sind. Die Suche nach neuen Modellen läuft deshalb auf Hochtouren. Natürlich bleiben wir in unserem Kerngebiet, der Stromproduktion, der Verteilung und dem Verkauf, tätig. Neben der Energie und den Netzen investieren wir aber vermehrt im Dienstleistungsbereich. Da geht es um Geschäftsfelder wie Engineering, Infrastruktur, Gebäudetechnik und digitales Management von dezentraler Stromproduktion. Disziplinen, die unserem Kerngeschäft nahe sind, die aber nach anderen Regeln funktionieren.

«Nur in der Schweiz tätig zu sein wäre ein Nachteil.»

Wie gestaltet BKW die Energiezukunft langfristig mit?

Durch Innovation und mit einer Akquisitionsstrategie. Weil wir natürlich auch wachsen wollen – und es bereits tun: Die Zahl unserer Mitarbeitenden ist in den letzten zwölf Monaten um gut 25 Prozent gestiegen. Die BKW wird auch internationaler. Wir wollen uns nicht nur auf die Schweiz beschränken, Europa ist vor allem im Bereich Engineering ein wichtiger Markt. Die dezentrale Energieversorgung ist sogar ein globales Geschäft.

Wie wichtig ist Ihnen der europäische Fokus in Ihrem Unternehmen?

Unsere Wurzeln liegen natürlich in der Schweiz. Aber die BKW ist schon lange international tätig. Als logische Konsequenz ist deshalb auch im Dienstleistungsgeschäft der Fokus auf dem europäischen Markt. Das Dienstleistungsgeschäft im Energiebereich macht nicht an den Landesgrenzen halt. Nur in der Schweiz tätig zu sein, wäre deshalb ein Nachteil für uns.

«Wenn jemand aktiv anpacken will, dann kann er das bei uns.»

Welche Talente suchen Sie für diese neuen Herausforderungen?

Wir brauchen Menschen, die unternehmerisch denken, etwas leisten, mitgestalten wollen. Natürlich suchen wir Ingenieure, aber auch Absolventen aus der Ökonomie und Informatik sind sehr willkommen. Auch Diversität
ist Thema bei uns. Aber wir wollen nicht in erster Linie aktive Frauenförderung betreiben, sondern Talentförderung.

Was bieten Sie den Mitarbeitenden im Gegenzug?

Wir bieten sehr interessante Aufgaben, das ist das Wichtigste. Und Freiraum. Wir stecken in einer Transformationsphase, was bedeutet, dass sehr viel möglich ist. Wenn jemand aktiv anpacken will, dann kann er das. Und die Arbeit bei uns macht Sinn: Der Bereich, in dem wir tätig sind, ist wichtig für die Menschen, denn Energie & Infrastruktur braucht jeder, und viele Leute machen sich Gedanken darüber. Junge suchen heute vermehrt eine Arbeit, die sie erfüllt. Das können wir bieten.

BKW FAIT PARTIE DES 100 EMPLOYEURS LES PLUS ATTRACTIFS DE SUISSE

Une nouvelle fois, l’étude Employer Branding menée par Universum place BKW parmi les cent employeurs les plus intéressants de Suisse. Preuve de plus que nos collaborateurs façonnent tous ensemble l’avenir de l’énergie.

Anna Miller

Journalistin und Autorin im Auftrag von Universum