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An der Zürcher Langstrasse ist im April das neue 25hours Hotel eröffnet worden. Die deutsche Hotelkette hat sich mit Ablegern in Hamburg, Berlin, Wien, Frankfurt und Zürich in nur wenigen Jahren einen grossen Namen in der Hotellerie gemacht. Beim Bau des jüngsten Hauses in Zürich war das Ingenieurbüro ahochn, ein Tochterunternehmen der BKW, für die Gebäudetechnikplanung des Hotels verantwortlich. Grund genug für mich, mir einen persönlichen Eindruck des gehypten Hotels zu verschaffen.

Die 25hours Hotels sind für ihre Individualität bekannt. Denn obwohl die mittlerweile neun Hotels in fünf Städten und drei Ländern eine Kette bilden, erwartet Gäste in jedem einzelnen Hotel eine ganz eigene Welt. Kreativität und Individualität um jeden Preis scheint das Motto der Häuser zu sein. Schon beim ersten Betreten des jüngsten Ablegers in Zürich merke ich, dass ich an einem besonderen Ort angekommen bin. Zwar gehört das 25hours Hotel zur gehobenen Klasse, doch ist davon auf den ersten Blick noch nichts zu spüren. Kein gekünstelter Minimalismus, keine einschüchternde Innenarchitektur und schon gar keine befremdende Distanziertheit der Hotelcrew. Im Gegenteil: Eine lockere Freundlichkeit wird hier an den Tag gelegt. Ohne viel Tamtam, aber mit reichlich Herzlichkeit.

Mehr ist mehr im 25hours Hotel

Der Anblick der Reception überfordert für einen kurzen Moment meine Augen. So viel Krimskrams auf einer Stelle, dass ich gar nicht weiss wo ich hinschauen soll. Doch schliesslich fasst mich der geduldige Blick der freundlich lächelnden Frau an der Reception. Sie wird sich das Staunen wohl mittlerweile gewöhnt sein. Denn ganz ehrlich: Alltäglich ist diese Hoteleinrichtung sicher nicht.

Die Philosophie «mehr ist mehr» zieht sich durch das ganze Hotel. Gleich neben der Reception befindet sich die Lobby. Hier stehen mannshohe Palmen in jeder Ecke, von der Decke hängen Freitag-Taschen herunter, ein Kiosk lockt mit nachhaltigen Seifen und Kochbüchern und ein knallroter Bobby Car wartet korrekt parkiert darauf, kleinen Hotelgästen die Wartezeit zu versüssen. Ich glaube man könnte einen ganzen Tag in diesem Schlaraffenland verbringen und würde dennoch immer wieder etwas Neues entdecken.

Trinken und Essen für alle: Die Cinchona Bar und das Neni Zürich

Ein paar Schritte ums Eck und ich sehe schon die Hotelbar. Hier trinkt also seit Anfang April Zürich sein Feierabendbier. Oder vielleicht darf es auch etwas Ausgefalleneres sein? Die Cocktailkarte kann sich sehen lassen. So wie die ganze Cinchona Bar, die es ganz nach 25hours Manier an gar nichts fehlen lässt. Hier hängt sogar ein Velo von der Decke. Warum auch immer.

Das Herzstück des Hotels ist definitiv das Restaurant – Neni. Schon im bestehenden 25hours Hotel in Zürich West gibt es ein Neni. Das Konzept ist also nicht neu, doch schmecken tut’s allemal. Die Karte kombiniert israelische Spezialitäten mit persischen, russischen, arabischen, marokkanischen, türkischen, spanischen, deutschen und österreichischen Einflüssen. Besonders empfehlenswert ist ein Platz an der Theke. Denn die offene Küche bietet tiefe Einblicke in die Kochkünste der Neni-Crew.

Almost Home im 25hours Hotel

Die Zimmer des neuen 25hours Hotels sind fast schon minimalistisch eingerichtet im Vergleich zu den öffentlichen Räumen. Das heisst aber nicht, dass nicht auch hier die unverkennbare Note der Design-Hotelkette drin steckt. Denn beim genauen Hinschauen entdeckt man auch in den Zimmern überall kleine Bijous, die dem Hotel seine unverkennbare Note geben. Seien es die Magazine, die über dem Bett hängen, der Schriftzug „almost home“, der ins Kissen gestickt ist oder die Vintage-Polaroid Kamera auf dem Regal – Alles schreit geradezu 25hours. Übrigens gibt es in jedem Zimmer eine Freitag Tasche, die man während dem Aufenthalt nach Lust und Laune zum Shoppen oder Sightseeing mitnehmen kann. Schön wie hier lokale Marken unterstützt werden. Weniger lokal, dafür aber mindestens so nachhaltig ist die Pflegeserie, die im Badezimmer zur Verfügung steht: Stop the Water while using me ist eine recycelbare, nachfüllbare, wassersparende, fast vegane, auf natürlichen Inhaltsstoffen basierende und auch sonst auf vielfältige Weise die Welt rettende Kosmetikmarke, die zum 25hours Konzept passt wie die Faust aufs Auge.

Mein Fazit: Das neue 25hours Hotel an der Langstrasse ist definitiv einen Besuch wert – sei es für einen Feierabenddrink, für ein geselliges Abendessen oder sogar für eine Nacht über den Gleisen des Zürcher HBs.

BKW Tochter ahochn federführend bei der Planung des 25hours Hotels

Die Ingenieurfirma Ahochn ist ein Tochterunternehmen der BKW. Als Gesamtdienstleister für Gebäudetechnik und Energie war ahochn verantwortlich für die Gebäudetechnikplanung beim Projekt Europaallee Baufeld H in Zürich. Auf diesem Baufeld befinden sich neben dem 25hours Hotel auch der neue Google-Standort, Privatwohnungen, ein Restaurant und ein Studio/Kino. Die Nachhaltigkeit spielt bei diesem grossangelegten Projekt eine bedeutende Rolle. So sind die Liegenschaften nach Minergie P/Eco, GI (gesundes Innenraumklima) sowie DGNB Gold zertifiziert. Die diversen Bauteile sind in den Untergeschossen miteinander verbunden und bilden ein Vorzeigeobjekt für moderne Gebäudetechnikplanung.

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Ivana Jazo

Ivana Jazo

Redaktorin Digital Communications bei der BKW