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Die BKW ist seit 2001 in Deutschland aktiv – zu Beginn als Energieversorgerin und mittlerweile als Produzentin. Dabei liegt der Fokus hauptsächlich auf Windanlagen in den windreichen Regionen in Nordwest- und Ostdeutschland. Verantwortlich für diese Windanlagen ist seit Anfang dieses Jahres Martina Dabo. Sie betreut zusammen mit einem kleinen Team von Berlin aus alle Windparks. Dass die gebürtige Frankfurterin sich in einem stürmischen Umfeld behaupten kann, hat sie spätestens während ihrer Arbeit als Wind Program Managerin für den US-Bundesstaat Alaska bewiesen.

Als im Herbst 2015 in Süditalien die Windmühlen der BKW Windparks monatelang praktisch stillstanden, liefen jene im Norden Deutschlands auf Hochtouren. Denn während der Wind in Italien auf sich warten liess und Apulien einen unerwartet ruhigen Herbst schenkte, konnte die BKW dank eines massiven Windaufkommens in Deutschland ihre Produktion dennoch konstant halten. Irgendwo auf der Welt weht immer Wind und um diesen zu nutzen, muss ein Energieunternehmen breit aufgestellt sein. Deshalb hat die BKW Windkraftwerke nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Italien, Deutschland und Frankreich.

Seit Anfang dieses Jahres ist Martina Dabo verantwortlich für die Windanlagen der BKW. Mit einem kleinen Team von Asset Managern betreut sie von Berlin aus das gesamte Portfolio. Es ist ein profitables Geschäft für die BKW. Denn in der Energiebranche muss ein Unternehmen weiter gehen und neue Wege finden. Der Markt hat sich verändert. Die BKW ist bestrebt, den Spagat zwischen dem Neuen und dem Alten zu schaffen. Die früheren Geschäftsfelder werden nicht aufgegeben, aber es muss auch in neue investiert werden wie das Dienstleistungsgeschäft. Was im klassischen Energieunternehmen kein Businessmodell war, gibt der BKW heute die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln. Nur mit dieser Voraussicht kann ein Unternehmen in der Energiebranche bestehen.

Windmühlen im ewigen Eis

Mit Martina hat die BKW eine erfahrene Windkraftexpertin in ihr Team geholt. Nach ihrem Studium der Erneuerbaren Energien hat es die gebürtige Frankfurterin in die USA gezogen. Zunächst in den US-Bundesstaat Maine und später in das abgelegene Alaska. Dort konnte sie das Windprogramm für den Staat von Alaska aufbauen. Ihre Chefin war keine geringere als Sarah Palin, damalige Gouverneurin von Alaska und spätere Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner. Die ausserordentlichen Naturverhältnisse in Alaska machten Martinas Job zur Herausforderung. In Alaska gibt es zwar viel Wind, aber die Region ist sehr zerstreut und die Städtchen sind isoliert. Die Windparks nördlich des Polarkreises konnten nur mit dem Flugzeug erreicht werden, denn der Seeweg war im Winter zu und Strassen gab es keine. Manche Inseln waren sogar zu klein, um eine Flugzeug Landebahn bauen zu können. Doch Not macht erfinderisch und so haben sie im Winter Eis-Landebahnen genutzt.

Südlich des Polarkreises gab es wiederum andere Herausforderungen. Dort mussten die Windturbinen an die sich wandelnden Wetterverhältnisse angepasst werden. Damit die Turbinen dort das ganze Jahr hindurch stabil stehen konnten, brauchten sie besondere Fundamente. Denn obwohl die Erde im Winter gefroren und wie Beton war, schmolz sie im Sommer und wurde zu Matsch. Aus diesem Grund mussten die Fundamente der Turbinen im Sommer künstlich gekühlt werden, da sie sonst umgekippt wären.

Ein guter Nachbar

Mit solch extremen Problemen hat Martina heute nicht mehr zu kämpfen. Die BKW Windparks in Europa stehen das ganze Jahr über stabil. Doch an Langeweile dürfte sie dennoch nicht leiden. Denn sie managt nicht nur die Windparks, sondern vertritt gleichzeitig die BKW in Deutschland. Und das erweist sich nicht immer als leicht. Denn die BKW mag man in der Schweiz kennen, doch in Deutschland sagt der Name noch nicht so viel. Gerade deswegen ist die BKW mit ihren Unternehmungen in ganz Europa darauf sensibilisiert, sich als guter Nachbar zu zeigen. Schliesslich will man nicht nur von dem Standort profitieren und den Gewinn einheimsen, man will der Region auch etwas zurückgeben. So werden viele Jobs rund um die Windparks regional besetzt. Man versucht aber auch die Region direkt zu unterstützen. Die BKW ist beispielsweise Sponsor für einen Sportverein in der Nähe von Dresden. Wenn dort ein Wettkampf stattfindet, wird neben der Vereinsfahne auch die Schweizer Fahne und die BKW Fahne gehisst. Die Besucher wundern sich nicht selten, dass mitten in Ostdeutschland die Schweizer Fahne über dem Sportplatz weht. Die Reaktionen sind jedoch rundum positiv. Schliesslich hat so die ganze Gemeinde etwas von der BKW-Präsenz vor Ort.

Und Martina? Sie wird auch weiterhin dem Ruf des Windes folgen. Sie hat den Auftrag, das Windkraftportfolio der BKW in Europa weiter auszubauen. Wir dürfen also gespannt sein, in welche Gefilde es sie weiter verschlägt.

Weitere Informationen über BKW Deutschland finden Sie auf der Webseite.

Ivana Jazo

Ivana Jazo

Redaktorin Digital Communications bei der BKW