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Möglichst kreativ denken. Frei von starren Strukturen sein. So arbeitet das Kreativteam der BKW. Das Ziel: Innovationen entwickeln.

Ein grüner Mülleimer aus Plastik steht mitten im Raum. Zwei grosse Fatboy-Sitzsäcke liegen am Boden. An der Wand hängen Plakate, vollgepflastert mit Post-it’s, gefüllt mit Szenarien und Roadmaps. Das ist das Atelier der BKW. Hier treffen sich einmal in der Woche acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen. Frei von Strukturen und fern vom Arbeitsalltag suchen sie nach neuen Produktideen und Lösungen für die Probleme von morgen.

Intern wird das Konzept BKW[x] genannt. Hinter der Idee steht Jean-Philippe Hagmann. Der Marketingkommunikationsleiter der BKW und frühere Innovationsberater sieht mit seiner schwarzen Brille, mit den runden Gläsern, seiner sorgfältig aufeinander abgestimmten Kleidung wie ein Jazzmusiker aus.

Selbstorganisation stärken

Beim ersten Zusammentreffen von BKW[x] liess Hagmann den Mitgliedern die Augen verbinden. Zusammen mit einem Kreativcoach legte er 28 Objekte auf den Tisch.

Das Set bestünde aber aus 30 Teilen, zwei Teile fehlen. Doch welche? Und wie soll man das blind herausfinden?

Die ersten fünf Minuten war es still. Dann redeten alle durcheinander. Und wenig später hatte jeder seine Rolle und tastete seine Objekte ab: Es gab eine bestimmte Anzahl identischer Teile und nach dem die fehlenden mit dem Ausschlussprinzip identifiziert werden konnten, sagte Hagmann: «Ihr habt euch selbst organisiert. Das müsst ihr auch als BKW[x]-Team.»

Marktfähige Produkte

Jeweils Montagvormittag kommen die Kreativköpfe zusammen um bestehende Ideen oder zukünftige Innovationen voranzutreiben, greifbar zu machen und gleich an möglichen Kunden zu testen.

«Das Ziel ist marktfähige Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln», sagt Hagmann. Doch können das acht BKW Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Erfahrung in der  Produktentwicklung?

Guy Hüsler

Guy Hüsler

Redaktor Digital Experience und verantwortlich für den BKW Blog