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Der Juni ist vorbei und somit auch die grosse Velo-Aktion «bike to work». Die Idee dahinter: Während zwei Monaten sollen Mitarbeitende aus kleinen und mittleren Unternehmen ebenso wie aus Grosskonzernen, Spitälern sowie öffentlichen Verwaltungen so oft wie möglich mit dem Velo zur Arbeit fahren. Ziel ist es Nachhaltigkeit und Fitness im Alltag zu fördern. Auch die BKW hat an der Aktion teilgenommen und gleich 36 Teams ins Rennen geschickt. Eines der Teams stellt sich hier vor.

Auch dieses Jahr ist wieder eine Rekordzahl von über 53’000 motivierten Teilnehmern im Mai und Juni mit dem Velo zur Arbeit gefahren und hat dabei gleichzeitig etwas für ihre Fitness sowie für eine nachhaltige Mobilität getan. Die BKW liess es sich nicht nehmen, wieder bei der Velo-Aktion dabei zu sein. Zuvor durften die Teilnehmer ihr Velo einem Gratis-Velocheck am BKW Hauptsitz in Bern unterziehen, schliesslich steht die Sicherheit über allem. Doch von da an, waren die Teilnehmer auf sich selbst gestellt. Die Motivation mussten sie schon selbst aufbringen. Dieses Jahr war es eine besonders grosse Überwindung aufs Bike zu steigen, zumal der Juni der wohl nässeste seit langem war. Doch das Team von Christine, Susanne, Andreas und Thiemo liess sich von dem schlechten Wetter nicht einschüchtern. Im Kurzportrait erzählen Sie, was ihnen das Velofahren bedeutet, woher sie die Motivation nehmen und wie sie sich sonst so fit halten.

Christine

Job bei der BKW: Startup & Innovation Manager

Wohnort: Stadt Bern

Arbeitsort: Stadt Bern, Viktoriaplatz

Tages-Strecke:  Knapp 6 Kilometer

Fahrtzeit pro Tag:  25 Minuten

Ich finde es super, immer wieder neue Kollegen kennenzulernen. Die Teambildung war definitiv das ausschlaggebende Argument für mich bei «bike to work» mitzumachen. Aber ich finde es auch spannend zu sehen, wie viele Kilometer man als Einzelperson, Team und Unternehmen zurücklegt. Da sammelt sich ganz schön was an. Ich fahre viel lieber Velo als mit dem ÖV. Doch wenn es stark regnet oder kalt ist, muss auch ich mich überwinden. Da kommt dann die Gruppendynamik ins Spiel, die ein Programm wie «bike to work» mit sich bringt. Wenn man weiss, dass man es nicht nur für sich selbst macht, gibt das einem gleich einen Extra-Ruck.

Für mich ist Velofahren ein Mittel zum Zweck. Das Velo bringt mich unkompliziert von A nach B, ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, Freunde besuchen oder in den Ausgang. Um mich fit zu halten spiele ich in meiner Freizeit Ultimate Frisbee. Das ist ein dynamischer und wettkampforientierter Mannschaftssport. Dabei stehen sieben Spieler oder Spielerinnen auf dem Feld, gespielt wird mit einer 175 g schweren Kunststoffwurfscheibe, dem sogenannten Frisbee. Ultimate Frisbee wird in mehr als 40 Ländern von mehr als 5 Millionen Spielern gespielt. Ich spiele bei den Disc Club Panthers in der Frauen- und Mixed-Mannschaft. Vor zwei Jahren waren wir sogar bei der Weltmeisterschaft mit unserem Team.

«’Ultimate‘ zeichnet sich durch den ‚Spirit of the Game‘ der Sportart aus. Das Fair Play und der Spass am Spiel stehen im Vordergrund, trotz hoher Laufintensität und Einsatzbereitschaft. Es gibt keine Schiedsrichter, Jeder Spieler muss bei sich selbst und bei seinem Gegenspieler darauf achten, dass keine Fouls begangen werden.»

Andreas

Job bei der BKW: Programmleiter E-Commerce

Wohnort: Muri bei Bern

Arbeitsort: Stadt Bern, Viktoriaplatz

Tages-Strecke: Je nach Strecke zwischen 10 und 30 Kilometer

Fahrtzeit pro Tag:  Je nach Strecke zwischen 30 und 90 Minuten

Ich mag Aktivitäten, die auf ein gemeinsames Ziel hinauslaufen. Jeden Tag die gefahrenen Kilometer online einzutragen und dabei zu sehen, wie wir gemeinsam vorwärts kommen: Das ist ein tolles Gefühl. Zudem habe ich ein paar nette Kollegen und Kolleginnen, mit denen ich zuvor noch keine Berührungspunkte innerhalb der BKW hatte, besser kennengelernt.

Das Wetter kann mir die Laune nicht wirklich vermiesen. Biken und Velofahren bedeutet für mich Freiheit. Es gibt mir Bewegung in der Natur und das macht mich so glücklich und zufrieden, dass ich mich eigentlich nie überwinden muss. Je nachdem, welche Route ich zwischen Bern und Muri wähle, komme ich sogar noch in den Genuss, an der Aare entlang zu radeln. Das ist für mich Entspannung und Sport in einem. Schliesslich verbringe ich auch meine Freizeit am liebsten auf dem Bike. Am Wochenende gibt es kaum etwas Schöneres als eine Mountainbike-Tour in den Alpen. Ob im Wallis, in Graubünden oder im Vinschgau in Südtirol: Auf dem Bike tanke ich Energie für die neue Woche.

«Momentan nutze ich noch keine weiteren Sport-Angebote der BKW, das kann sich aber schon bald ändern. Das Angebot wird ja immer grösser und interessanter.»

Susanne

Job bei der BKW: Projektleiterin Kommunikation

Wohnort: Stadt Bern

Arbeitsort: Stadt Bern, Viktoriaplatz

Tages-Strecke: 4 Kilometer

Fahrtzeit pro Tag: 20 Minuten

Ich fahre so oder so fast immer mit dem Velo zur Arbeit, daher musste ich mich nicht zusätzlich motivieren. Christine hat mich angefragt und ich fand es gleich eine gute Idee mitzumachen. Meine Voraussetzung war lediglich, dass wir einmal mit dem Team etwas trinken gehen. Schliesslich geht es bei «bike to work» auch um das Gruppengefühl. Das Team hat sich bereits Ende Mai zum Feierabendbier getroffen. Christine habe ich schon von gemeinsamen Projekten her gekannt und Thiemo per Zufall einige Tage zuvor in einem Workshop kennengelernt. Andreas habe ich durch «bike to work» zum ersten Mal getroffen. Ich finde es spannend, neue Leute aus anderen Abteilungen kennenzulernen und mehr über sie und ihren Job zu erfahren. Gerade in der Kommunikation ist ein gutes Netzwerk das A und O.

Ich wohne an der Aare unten. Das ist zwar wunderschön, jedoch gibt es dort keinen ÖV direkt vor dem Haus. Natürlich kann ich zum Helvetiaplatz hochlaufen und dort das Tram oder den Bus nehmen, meist ist mir das aber zu umständlich. Daher bin ich eigentlich fast immer mit dem Velo unterwegs – auch im Winter, wenn es schneit und ebenso privat. Wenn ich nicht den Kinderwagen schiebe, bin ich eigentlich immer auf dem Velo. Ich finde es in der Stadt ein sehr gäbiges Transportmittel: Man muss nicht wie mit dem Auto einen Parkplatz suchen, ist schnell am Ziel und man hält sich nebenbei noch fit. Bald kann mein Sohn mit dem Velositz hinten mitfahren. Darauf freue ich mich schon sehr, denn dann sind wir beide etwas mobiler unterwegs.

«Ansonsten halte ich mich mit Joggen, Schwimmen, Krafttraining, Lachen und viel frischer Luft fit. Zudem nutze ich das Sportangebot der BKW: Einmal die Woche gehe ich mit ein paar Kollegen ins Yoga.»

Thiemo

Job bei der BKW: IT Solution Architect – Solution Design & Innovation

Wohnort: Frieswil

Arbeitsort: Stadt Bern, Viktoriaplatz

Tages-Strecke: 18 – 20 Kilometer

Fahrtzeit pro Tag:  60 Minuten

Ich fahre auch sonst immer jeden Tag mit dem E-Bike zur Arbeit, von daher gab es für mich keine grosse Umstellung. Ich bin praktisch das ganze Jahr mit dem Stromer ST1 unterwegs. Abgesehen von Glatteis hält mich wenig zurück. Bei «bike to work» habe ich nicht zuletzt wegen des Austausches mit meinen Teamkollegen und -kolleginnen mitgemacht. Den habe ich sehr genossen. Da konnte auch der regenreiche Juni nichts an meiner Motivation ändern. Im Gegenteil: Jetzt weiss ich mit Gewissheit, dass meine neue Regenkleidung wirklich dicht ist und das auch bei Starkregen, Gewitter und Sturm. Die Investition hat sich also gelohnt.

Privat bin ich eher selten mit dem Velo unterwegs, das liegt aber hauptsächlich daran, dass die Kids noch nicht in einem Alter sind, in dem man Velo Ausflüge machen kann. Doch die eine Stunde strampeln pro Werktag reicht mir eigentlich schon. Denn was Viele nicht wissen: Auch mit dem Stromer muss man sich sportlich betätigen. Von alleine fährt der nämlich nicht. Doch die Anstrengung ist es wert. Und zwar erst recht, wenn ich meine «take the long way home-Route» nehme. Denn die führt am Ufer des idyllischen Wohlensees entlang.

«Ich habe die ‚grosse‘ Version des Stromer ST1 mit dem 500W Nabenmotor, der eine Töff Zulassung erfordert. Mit diesem erreiche ich bei leichtem Rückenwind oder leicht abschüssiger Strecke bis zu 50 Kilometer pro Stunde.»

 BIKE TO WORK

«bike to work» ist seit 2005 eine nationale Mitmach-Aktion von Pro Velo Schweiz zur Velo- und Gesundheitsförderung im Betrieb. Jährlich legen im Aktionsmonat Mai und Juni rund 52’000 Pendelnde aus über 1‘650 Betrieben ihren Arbeitsweg mehrheitlich mit dem Fahrrad zurück. In Teams zu 4 Personen sichern sie sich damit die Chance einen der attraktiven Preise im Wert von über 120’000 Franken zu gewinnen – Fitness, Teamgeist und Erlebnis inklusive. Die Unternehmen profitieren von fitten Mitarbeitenden, fördern das Mitarbeiter-Netzwerk und bekennen sich zu einem nachhaltigen Mobilitätsverhalten.

Ivana Jazo

Ivana Jazo

Redaktorin Digital Communications bei der BKW